Test Honda CB 1000 R Neu (SC80) gegen Alt (SC60) – Kurswechsel

03.08.2018  |  Text: Jens Kratschmar  |   Bilder: Tobias Kircher
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Seit 20 Jahren herrscht einiges Durcheinander in Hondas ­CB-Programm. Ob CB Hornet, Big One, CB 1300 oder CB 1100, da passt irgendwie nix so recht zusammen. Auch mit der ­neuen, wirklich gelungenen CB 1000 R bewegt sich Honda wieder einen großen Schritt weg vom Vorgänger-­Erfolgsmodell. Nicht jedem Alt-Eigner gefällt das
Hondas neue CB 1000 R ist ein echt gutes Motorrad, aber es ist keine CB 1000 R.“ So lautet das Urteil von ­Rainer Friedmann, Admin des größten CB- und Fireblade-Forums der Nation. Seine User sind sich mit ihm einig: „Mit der neuen CB hat Honda am Bestandskunden vorbeigeschossen. Nach zehn Jahren haben wir einfach was anderes erwartet. Einen S-1000-R-Killer wollten wir und kriegen einen Cafe Racer mit zu wenig Leistung.“ Ein nachvollziehbarer Gedanke, versetzt man sich in den stolzen Eigner einer CB 1000 R der letzten Generation.

Bei ihrem Erscheinen 2008 war die mit ihren 125 PS aus dem gezähmten Fireblade-Motor zwar nicht die stärkste Nackte, musste aber gegenüber der Konkurrenz nicht wirklich zurückstecken. Yamahas FZ1 hatte zwar 150 PS, aber eine eher anstrengende Unten-Nix-Oben-Alles-Abstimmung. Europas Edelgarde von Triumph, Aprilia oder KTM war mit maximal 139 PS bestückt. Okay, MVs Brutale 1078 hatte damals 154 Pferde, ­kostete aber auch über – festhalten! – 8.000 Euro mehr als die 10.890 Euro teure CB (inklusive optionalem ABS). 



125 PS mit Drehmoment im Keller waren also 2008 noch in Ordnung. Heute dagegen fährt schon die obere Mittelklasse wie Kawas Z 900, Yamahas MT-09 oder ­Triumphs Street Triple nur knapp unter dieser ­Marke, wiegt zeitgleich aber auch zehn bis dreißig (!) Kilogramm weniger. Und die aktuelle Konkurrenz mit 1000er-Brandbeschleunigern im Rahmen? Fängt mal eben bei 150 PS an und schraubt sich, wie bei der ­Tuono V4, auf bis zu 177 PS hoch. Der Wunsch der bisherigen CB-1000-R-Jünger nach ordentlichem Leistungsplus erscheint – zumindest im Lichte des Stammtischs – also nicht verwerflich. Und da liegt das Problem. Denn das neue Retrobike mit seinen „mageren“ 145 PS bedeutet in dieser Klasse schon wieder die rote Leistungslaterne. Dazu klassische statt sportlicher Optik und keine sportliche Ausstattung. Nein, so kriegt Honda kein Geld von den Stamm-CBlern, die seit Langem auf einen echten Hammer warten.

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Stand:16 October 2018 10:44:44/test/test+honda+cb+1000+r+neu+%28sc80%29+gegen+alt+%28sc60%29+-+kurswechsel_18725.html