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Test: Fantic Caballero 250

15.04.2019  |  Text: Guido Kupper  |   Bilder: Tobias Kircher
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Test: Fantic Caballero 250
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1968 gegründet, ist diese italienische Marke fast so alt wie ich. Natürlich weckt das meine Sympathien. Obendrein ist dieses Italo-Pony bildhübsch und mit feinen Komponenten ausgestattet. Doch ein Hauch von Skepsis bleibt – und wie Fantic hat er fünf Buchstaben: C, H, I, N und A. Berechtigt?
Caballero. Ritter, Reiter, ­Gentleman. So nannten die ­Firmengründer Mario Agrati und Henry Keppel ihr Erstmodell, das sie im November 1969 auf der Mailänder Fahrrad- und Motorradmesse der Öffentlichkeit präsentierten. Caballero 50 TX9 hieß es mit vollem Namen und war ein schniekes Scramblerchen. Verkleinerungsform? Ja, die Modellbezeichnung deutet es bereits an: Tatsächlich trug die ­Caballero einen 50-ccm-Zweitakter von Minarelli im Rahmen. Ein Motor, den damals ­viele Konfektionäre gern verwendeten. Eine Erklärung dafür, dass ein italienisches Motorrad einen spanischen Namen bekam, konnte ich nirgends finden. Die Erklärung für den 50-ccm-Motor aber findet sich im ursprünglichen Plan des Duos, das vor allem den boomenden US-Markt mit Mini-Bikes und Go-Karts beliefern wollte.

Ein Bild von einem Krad, das um Firmenhistorie und ­Moderne gekonnt eine Klammer zieht und obendrein mit einer Menge sehr ansprechender Komponenten garniert ist

Fünfzig Jahre später. Eine erfolgreiche Offroad-Motorsportkarriere liegt hinter der Marke, ein Firmen-Aus Ende der 90er, diverse Besitzerwechsel und ein Neustart Mitte der Nullerjahre. Und doch versprüht dieses blitzsaubere Pony, das da vor mir steht, diesen ungemein belebenden Geist der Gründerzeit. Italo­chinesische Partnerschaft hin oder her, das Design kommt unverkennbar aus Italien. Fünfmal so viel Hubraum wie ­ihre Ahnin hat dieses Caballero-Exemplar, und doch geht sie unter uns Hubraumfetischisten nur als Kleinkaliber durch. Wie viel Laune sie aber tatsächlich zu bereiten in der Lage ist, können alte, machtgewohnte Männer erst dann ermessen, wenn sie sich darauf einlassen und den Viertelliterspaß mal auskosten. Allen anderen, die sich jetzt schon enttäuscht abwenden wollen, sei gesagt: Es gibt das Motorrad auch als Caballero 500 mit einem von Piaggio entworfenen, 38,5 PS starken 450er-Einzylinder und baugleichem ­Chassis. Das bringt selbstredend die Dynamik nach vorn – man muss sich nicht länger drauf rausreden, dass 250 ­Kubikzentimeter eine ideale Portion für den Stadt­verkehr seien. Zweiradinfizierte Kids übrigens werden in Treviso, wo die Fantic-Produktionshallen stehen, dank einer 125er mit Minarelli-Viertakter auch fündig. Zudem sind ­alle drei Hubräume auch als Caballero Flat Track zu haben. Die gönnt sich im Gegensatz zur Scrambler auch am Hinterrad 19 Zoll, ein anderes Sitzbank/Heckdesign und mattes Schwarz statt ­glänzendem Rot.

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Stand:20 April 2019 22:16:55/test/test+fantic+caballero+250_19207.html