Schon gefahren – BMW 9T/5

17.08.2019  |  Text: Thomas Kryschan  |   Bilder: Werk
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Schon gefahren – BMW 9T/5
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BMW 9T/5: Genau 50 Jahre nach der ersten /5 stecken die Bayern ­ihre 9T – das letzte Modell mit dem luftgekühlten Boxer – ins Lack­kleid ihrer Urväter
Die Fakten: Was so spektakulär aussieht, ist im Grunde genommen eine 9T Pure mit 17-Zoll-Speichenfelgen und einem sehr aufwendigen Lack, wie man ihn sonst eher an Custombikes findet. Das wunderschöne Blau trägt die typischen weißen Zierstreifen, flankiert von einem dunklen, rauchigen Farbverlauf. Dieses Lackdesign in großen Stückzahlen ohne Qualitätsschwankungen umzusetzen, stellte anfangs selbst die Experten von BMW vor größere ­Probleme. Der zusätzliche Aufwand schlägt sich in einem Mehrpreis von 1.640 Euro gegenüber einer Standard-Pure mit Speichenfelgen nieder.

Jede /5 trägt stolz ein verchromtes Logo auf dem Tank. Fast könnte man den Eindruck ­gewinnen, sie sei ein limitiertes Sonder­modell – dem ist aber nicht so

Dafür tischt München zusätzlich allerlei Schmuck und Tand auf, wie beispielsweise die Chromspiegel, Falten­bälge an der Gabel und Kniepads am Tank. Auch eine Sitzbank mit Chromapplikationen hat nur die 9T/5. Die ist zwei Zentimeter höher und deutlich weicher als die übrigen 9T-Bänke. Wer sich in Anbetracht des recht straffen Fahrwerks nach mehr Fahrkomfort sehnt, wird sie lieben. BMW spricht gar von der beliebtesten Sitzbank unter den 9T-Testern. Mir persönlich war sie zu weich und schon nach einer halben Stunde vom Podex bis zum Gemächt alles eingeschlafen. Ob ihr gut drauf sitzt, testet ihr auf einer ausgiebigen Probefahrt am besten selbst.

Unter ihrem neuen Kleid ist die /5 eine 9T Pure, die es ja optional auch mit Speichenfelgen gibt. Die Gussfelgen allerdings sind leichter und haben Vorteile beim Handling, hätten aber kaum zum Oldtimer-Look gepasst

Die Tour etwas auszudehnen, dürfte euch nicht schwerfallen, denn der Spaß auf der so klassisch anmutenden 9T­ ist groß. Vor allem akustisch gibt sie gegenüber den moderneren Wasserboxern den Ton an. Zwar sind die Fahrwerkseinflüsse des Kardans und der längs laufenden Kurbelwelle beim konstruktiv älteren Triebwerk deutlich stärker ausgeprägt. Zur Retro-Optik passt der emotionale Antrieb aber zweifelsohne. 

Über das Fahrwerk wurde bereits an anderer Stelle alles gesagt: weitgehend neu­tral mit viel Schräglagenfreiheit und effizienten, gut dosierbaren Bremsen, aber auch mit einer nicht sonderlich gelungenen Balance bei der Abstimmung von Gabel und Federbein. Da ändert auch der feine Klassik-Zwirn wenig.
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Stand:13 November 2019 14:07:04/test/schon+gefahren+-+bmw+9t5_19807.html Warning: fopen(cache/e10216a5b1946758dfdf5230f77fc0b1.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 160 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 161 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 162 Warning: chmod(): No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 163