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Honda CB 650 R – Warnblinker mit Garnitur

19.02.2019  |  Text: Thomas Kryschan  |   Bilder: Werk
Honda CB 650 R – Warnblinker mit Garnitur Honda CB 650 R – Warnblinker mit Garnitur Honda CB 650 R – Warnblinker mit Garnitur Honda CB 650 R – Warnblinker mit Garnitur Honda CB 650 R – Warnblinker mit Garnitur Honda CB 650 R – Warnblinker mit Garnitur Honda CB 650 R – Warnblinker mit Garnitur Honda CB 650 R – Warnblinker mit Garnitur Honda CB 650 R – Warnblinker mit Garnitur

Im Zentrum des Drehzahlmessers sitzt die Ganganzeige. Bei direkter Sonneneinstrahlung mangelt es an Kontrast

Für nur zweihundert Euro Aufpreis liefern die Japaner einen Quickshifter, der nicht nur am Anschlag, sondern auch beim relaxten Herumrollen reibunglos arbeitet. Angesichts der Preise, die andere Hersteller für ihre Schaltassistenten aufrufen, eine echte Kampfansage. Antihoppingkupplung und Traktionskontrolle gibt es sogar ohne Aufpreis serienmäßig. Das gab’s in dieser Preisklasse noch nie.

Ergonomisch lässt Honda traditionell nichts anbrennen. Mit relaxter Sitzposition und angenehmem Kniewinkel fühlt man sich sofort zuhause, sitzt aufrecht und hat trotzdem viel Gefühl fürs Vorderrad. Zwar ist das Fahrwerk bis auf die Vorspannung des Federbeins nicht einstellbar, doch die Grundabstimmung passt auch für großgewachsene Germanen mit Winterspeck. Es bietet Komfort und Stabilität in einer Balance, die es erlaubt, die 650er auf Landstraßen jeder Gattung voll auszufahren. Zielgenau lenkt die Honda ein und liegt neutral und stabil in der Kurve. Nur die ­Feder hinten musste ich irgendwann weiter vorspannen, um in Rechtskurven nicht mit der Blende des Schalldämpfers aufzusetzen. Mit ihrem breiten, tief montierten Lenker liefert die CB Handlingleichtigkeit in ihrer schönsten Form. So kann man zur Not sogar einem rennerprobten Guide auf seiner Fireblade folgen. Zur Not, wie gesagt.

Unter den hübschen Aludeckeln saugt die Airbox Frischluft an. Fürs Auge: Gabelbrücken mit Doppelklemmung und Blinker mit Standlichtfunktion

Ihr und mein Engagement untermalt die Honda mit angenehm knurriger Akustik weit entfernt vom schrillen Sound supersportlicher Reihenvierer – immer auch ein bisschen dreckig. Mir gefällt’s, auf den obligatorischen Zubehörauspuff könnte ich verzichten. Grund für die empfundene Klangfülle ist laut Honda eine Zielkorrektur beim Schalldämpfer. Der steht jetzt deutlich steiler und peilt nun auch die Trommelfelle des Fahrers an.

Angesichts des Einstiegspreises von 7.990 Euro suche ich Kritikpunkte, werde aber nicht wirklich fündig. Stahlrahmen statt Alu?  Ja, doch vollgetankt wiegt das Motorrad trotzdem nur 202 Kilo und ist damit sechs Kilo leichter als sein Vorgänger. Wirkt das digitale Instrument bei Sonneneinstrahlung blass? Auch nicht blasser als die Konkurrenz. Sorgt die CB für kreischende Groupies und Menschentrauben vor der Eisdiele? Vermutlich nicht. Das gefällige Neo-Sports-Café-­Design kennen wir schon von CB 300 R und CB 1000 R. Doch Design ist bei der Neuen nur die halbe Miete. Unterm Strich bekommt man verdammt viel Motorrad fürs Geld und muss sich in Sachen Technologie auch vor den größeren Modellen nicht verstecken. Und auch die Verarbeitungsqualität hat im Vergleich zur Vorgängerin nochmals zugelegt.

Kurz und komfortabel: Auch am Ende des Tages brennt der Hintern nicht

Fans der sportlichen Fire­blade-Optik bedient Honda übrigens mit der vollverkleideten CBR 650 R mit Stummellenker auf gleicher Basis. Die Umrüstung für 48-PS-Piloten wird durch den kostengünstigen Wechsel der Ansaugschnorchel in der Airbox realisiert. Allen, denen das noch nicht reicht, sei gesagt: Auch der schnelle Steve hat es auf den engen Sträßchen trotz 1 000 ­Kubik nicht geschafft, die Verfolgermeute auf den quirligen 650ern gänzlich ­abzuschütteln.    
 

Technische Daten - Honda CB 650 R

Preis: ab 7.990 Euro inkl. Nk.
Leistung: 95 PS bei 12 000/min
Drehmoment: 64 Nm bei 8 500/min
Motor: Viertakt-Vierzylinder-Reihenmotor, wassergekühlt, vier Ventile pro Zylinder, dohc, Hubraum 649 ccm, Bohrung x Hub 67 x 46 mm
Getriebe/Endantrieb: 6-Gang, Kette
Rahmen: Brückenrahmen aus Stahl
Federung vorn: USD-Gabel, Standrohr- Ø 41 mm, Federweg 108 mm, nicht einstellbar
Federung hinten: Aluminiumschwinge mit Zentralfederbein, Federweg 120 mm, Vorspannung einstellbar
Fahrwerksgeometrie: Radstand 1 450 mm, Lenkkopfwinkel 64,5°, Nachlauf 101 mm
Bremsen: 310-mm-Doppelscheibe vorn, 240-mm-Scheibe hinten, ABS
Bereifung: 120/70ZR17 vorn, 180/55ZR17 hinten
Gewicht vollgetankt: 202 kg
Tankinhalt: 15,4 Liter
Inspektion: 10 000 Kilometer oder einmal jährlich
 

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Stand:21 May 2019 23:17:45/test/honda+cb+650+r+-+warnblinker+mit+garnitur_19207.html?page=1