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Ducati Hypermotard 950 – High heels on the run

17.02.2019  |  Text: Jens Kuck  |   Bilder: Werk
Ducati Hypermotard 950 – High heels on the run Ducati Hypermotard 950 – High heels on the run Ducati Hypermotard 950 – High heels on the run Ducati Hypermotard 950 – High heels on the run Ducati Hypermotard 950 – High heels on the run Ducati Hypermotard 950 – High heels on the run Ducati Hypermotard 950 – High heels on the run Ducati Hypermotard 950 – High heels on the run Ducati Hypermotard 950 – High heels on the run
Ducati Hypermotard 950 – High heels on the run
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Mit der neuen Ducati Hypermotard 950 lassen die Italiener die dritte Generation des italienischen Fun-Bikes von der Leine. Jens Kuck ritt den Belzebub für uns auf Rennstrecke und Landstraße und war begeistert
Gran Canaria, Rentnerparadies, Ende Januar. Klingt nicht wirklich nach dem Hot-Spot sportlichen Motorradfahrens. Die Golfplatzdichte ist hoch. Das Durchschnittsalter der Besucher und die Taktfrequenz des Alleinunterhalters an der Hotelbar sind es auch. Bei genauerem Hinsehen aber entpuppt sich die Insel dann doch als Paradies fürs gepflegte Angasen. Circuito Maspalomas lautet das Zauberwort und es bedeutet Adrenalin, Schweiß und Tränen. Freudentränen! Auf jeden Fall dann, wenn man die neue Ducati Hypermotard SP bei 22 Grad und Sonnenschein auf dem Mickey-Mouse-Rundkurs mit Blick aufs Meer auswringen darf. 114 PS, 96 Newtonmeter maximales Drehmoment, 198 Kilogramm vollgetankt, supergriffige Pirelli-Supercorsa-SP-Reifen, Öhlins-Fahrwerk, jede Menge elektronische Helferlein und der offene Termignoni-Auspuff sind die Beigaben, die sich nach einfacher Rezeptur zu einer Essenz maximaler Glückseligkeit zusammenmischen lassen. Keine Einheitspampe, nein, sondern leckeres Amphetamin für rasenden Puls, Herzklopfen und Euphorie.

Wie von ­Ducati gewohnt, ziert das ­Kürzel SP die Edelversion der ­Hypermotard. Für 3.900 ­Euro Aufpreis legt sie Schmiede­räder, Öhlins-Fahrwerk, etwas Carbon-Schnickschnack, schickes Dekor und den Schaltautomat drauf

Die SP-Version ist die verschärfte, aber auch sündteure Variante der frisch überarbeiteten Hypermotard. Saftige 16.390 Euro zuzüglich Nebenkosten ruft Bologna für den Brenner auf. Dafür aber spricht der nicht nur optisch alle Sinne an, sondern ­offenbart sich beim Heizen auf dem kurzen, aber knackigen Rundkurs als wahre Wohltat. Enge Schikanen lassen sich ohne großen Kraftaufwand zackig-knackig am breiten Lenker durchreißen. Gut aufgehoben in der neugestalteten Ergomonie, pfefferst du das hochbeinige Krad voller Vertrauen von links nach rechts. Was dabei an Feedback von der Front kommt, ist wunderbar sahnig, auch bei heftigem Zug am Gas knickt das Federbein nicht ein und hält sauber Linie, während die Wheelie-Control Evo das Vorderrad auf Grund und die Traction-Control Evo den Hinterreifen auf Spur hält. Mit dem tollen Quickshifter zackere ich hoch wie runter reibungslos durchs Getriebe und traue dem Frontpneu bis in tiefste Schräglagen volle Bremskraft zu – das Kurven-ABS von Bosch macht’s möglich. Genuss ohne Reue also auf dem Track mit der SP? Jein. Funktional alles super, doch wenn der Ofen liegt, dann liegt er. Und das kann angesichts des oben erwähnten Preises sehr schmerzhaft sein.

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Stand:21 May 2019 22:57:05/test/ducati+hypermotard+950+-+high+heels+on+the+run_19207.html