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Dauertester – BMW S 1000 R

12.07.2019  |  Text: Thomas Kryschan  |   Bilder: Tobias Kircher
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Dauertester – BMW S 1000 R
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Unser Leben mit Motorrädern – Bei der ersten ­Begegnung kann die Verliebtheit ­zuschlagen wie ein Blitz, wahre Liebe aber kommt mit der Zeit. Was wir mit unseren Motorrädern erleben, die uns eine ganze Saison lang begleiten
Schlussakkord – BMW S 1000 R
Nach vielen Lobeshymnen begleiteten wir unsere BMW auf ihrem letzten Weg – nicht zur Schlachtbank, sondern zur Inspektion beim ­BMW-Händler


In der Werkstatt des Händlers soll sich zeigen, ob die vergangenen 11 000 Kilometer Spuren an der S 1000 R hinterlassen haben. Pünktlich zum Jahresende machte die ­kleine, aber penetrante ­Serviceanzeige im Cockpit darauf aufmerksam, dass die ­Maschine nach Wartung und Pflege verlangt.

Auf der Hebebühne angekommen, fällt die To-do-Liste kurz aus. Bei dieser ersten echten Inspektion gibt es nicht viel mehr zu erledigen als Motoröl und Bremsflüssigkeit zu wechseln, das Filterelement der Airbox zu tauschen und dem Bordcomputer per Reset den Vollzug der Wartung mitzuteilen – zur Befriedigung der Serviceanzeige …

Gut, dass BMW serienmäßig eine magnetische Ölablassschraube montiert. Nicht so schön fanden wir die gesammelten ­Späne, deren Menge sich laut Werkstattmeister aber im normalen Rahmen bewegt

In der Praxis dauert der kleine Service dann aber doch knapp zwei Stunden. Zwar ist die BMW ein Naked Bike, ihre Abstammung vom vollverkleideten Supersporter kann sie dennoch nicht leugnen. Überall gibt es Ab­deckungen, Deckelchen und Blenden, die den direkten Zugriff auf die Technik erschweren. Beim Ölwechsel muss zunächst der Bugspoiler runter und trotz aller Vorsicht läuft das Altöl über den kompletten Krümmer. „Bei der Motorenbauweise gibt es da leider keine saubere Lösung“, zuckt der Mechaniker mit den Schultern. Dafür hat ein beliebtes Nachrüstteil aus dem Zubehörmarkt endlich Einzug in die Serie gehalten: die magnetische Ölablassschraube. So simpel wie effektiv fischt sie vorbeikommenden metallischen Abrieb aus dem Motoröl. Und das scheint bei der S 1000 R keine schlechte Idee zu sein, wie unser Detailfoto rechts oben zeigt. „Alles im grünen Bereich“, gibt der Werkstattmeister zu Protokoll. „Das tritt nur solange auf, bis im neuen Motor und Getriebe alles aufeinander eingelaufen ist. Deshalb ist der Ölwechsel ja auch vorgeschrieben.“

Neues Öl für den fulminanten Reihenvierer, obendrein gibt es einen großen Schluck Kühlflüssigkeit, deren Pegel unter die Minimummarke ­gefallen war

Die Schraube wird gereinigt, der Ölfilter ersetzt. Danach muss der eingesudelte 4-in-1-Krümmer vom Öl befreit und mit viel Bremsen­reiniger geputzt werden. Wohin sich allerdings die Kühlflüssigkeit verflüchtigt haben könnte, darauf weiß der Schrauberich ­keine Antwort. Bei der Kontrolle des Ausgleichsbehälters steht dessen Füllstand jedenfalls deutlich unter der Minimummarke. Eine Undichtigkeit am System aber findet sich nicht. Da wir die BMW nun abgeben, ist auf Klärung dieser Frage nicht mehr zu hoffen.

Das Luftfilterelement hat seine Schuldigkeit getan und wird ersetzt

Beim Luftfilter sind keine Überraschungen zu erwarten. Er hat seine Pflicht erfüllt und jede Menge Schmutz und Insekten aus der Ansaugluft gefischt. Die finden bei Münchens S 1000 R besonders leicht den Weg ins Filterelement, da die Airbox die Luft durch die nach vorn gerichteten Öffnungen der Scheinwerfermaske ansaugt. Der Alubrückenrahmen ist im Bereich des Lenkkopfs offen, das Steuer­rohr steht mitten im Ansaugkanal. Um das dahinter liegende Filterelement zu wechseln, müssen die vordere Kunststoffabdeckung des Tanks und das darunter liegende Steuergerät weichen. Dann lässt es sich nach oben herausziehen. Unser Vergleich von alt und neu zeigt, dass ein Wechsel von Zeit zu Zeit guttut.

Zum Filterwechsel muss das Häubchen runter, da die Airbox ihre Frischluft durch Scheinwerfermaske und Lenkkopf saugt

Abschließend widmen wir uns der Lebensversicherung des Piloten: den Bremsen. Zwar sind die Beläge bereits im Neuzustand nicht sonderlich materialstark, aber selbst nach 11 000 Kilometern und allerhand beherzten Landstraßeneskapaden besteht derzeit noch kein Grund, die Klötze zu tauschen. Von den teuren Bremsscheiben kann man das leider nicht behaupten. Auf der abschließenden Testfahrt stellt der Werkstattmeister, wie zuvor schon unsere Redakteure, ein deutliches Rubbeln der vorderen Bremse fest. Sollte sich der Verdacht verzogener Bremsscheiben bestätigen, würde es sich um einen Garantiefall handeln, der seitens BMW kostenlos behoben wird. Im Zuge der Inspektion belassen wir es bis zur Klärung mit dem Wechsel der Bremsflüssigkeit. Dann kriegt die S 1000 R ihren Stempel ins Serviceheft.
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Stand:17 July 2019 16:34:49/test/dauertester+-+bmw+s+1000+r_19403.html Warning: fopen(cache/61cfaab51286110297443a906555db3f.html): failed to open stream: No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 160 Warning: fputs() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 161 Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 162 Warning: chmod(): No such file or directory in /var/www/vhosts/tools.huber-verlag.de/httpdocs/files/trunk/Bootstrap3/files/templates/index_template.inc on line 163