Neuheiten – Neu geschmiedet

22.10.2018  |  Text: Guido Kupper  |   Bilder: Werk
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Neuheiten – Neu geschmiedet
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Bald 40 Jahre nach dem ersten scharfen Schnitt der GSX 1100 S Katana holt Hamamatsu mit einer 1000er Neuauflage der japanischen Klassiklegende erneut zum Hieb aus. Und natürlich haben auch die anderen Hersteller so einiges an die Rampen der Intermot geschoben

Aprilia Tuono V4 Factory

Für 2019 wird Aprilias Naked-Flaggschiff Tuono Factory mit ­einem elektronischen semiaktiven Öhlins-Fahrwerk veredelt. Gewählt werden kann dann zwischen manuellem und semiaktivem Modus. Drei Fahrmodi stehen zur Wahl: Track, Sport und Road. Im semiaktiven Modus wird die Dämpfung in Echtzeit an Fahrstil und Straßenzustand angepasst. Auch ein Lenkungsdämpfer ist integriert und wird mit beeinflusst.



Über das TFT-Display können die Fahrmodi zudem individuell angepasst werden, ganz gleich ob mit fixem Setting oder im Semiaktiv-Modus. Äußerlich zu erkennen ist der neue Tuono-Jahrgang an neuen Farben. Standardmodell V4 1100 RR kommt in Sachsenring-Rot and Magny-Cours-Grau, die Factory setzt auf klassisches Schwarz und Rot.
 

BMW 1250-Kubik-Boxer

Erschienen ist er nun in Topseller GS und Touringmodell RT, doch wird er künftig sicher auch Roadster-Treiber in einem R-1250-R-Modell beglücken: der leistungsstärkste Serienboxer aller Zeiten. Durch drei Millimeter mehr Hub und 1,5 Milli­meter mehr Bohrung um 84 auf nun 1254 Kubik gewachsen, leistet er 136 PS bei 7 750/min und 143 Nm bei 6 250/min. Die neue Kraft ist aber nicht allein dem Hubraumzuwachs zu verdanken, sondern auch einer variablen Einlasssteuerung namens ShiftCam.

In der neuen R 1250 GS kommt ein Boxermotor mit variabler, zweistufiger Einlasssteuerung zum Einsatz. Das bringt neben mehr Leistung auch saubereres Abgas und mehr Laufruhe. Künftig bestimmt auch in einem R-1250-R-Roadster

Neben dem Leistungszuwachs soll deren Einsatz auch in ­besseren Abgaswerten und höherer Laufruhe resultieren. In Abhängigkeit von Last und Drehzahl variiert sie Steuerzeiten und Ventilhub durch eine zweistufige axiale Verschiebung der Einlassnockenwelle. Die wird über eine Schaltkulisse und einen elektromechanischen Aktuator bewerkstelligt. Die asynchrone Öffnung der beiden Einlassventile soll zudem zu ­einem verstärkten Drall des einströmenden Frischgases und damit zu einer effektiveren Verbrennung führen. Ab 2 000/min sollen 110 Nm abrufbar sein, ab 3 500/min 120 Nm. Für eine strahlende Zukunft des Boxers ist also weiter gesorgt.
 

Brixton 250er

Zwei neue Modelle aus Österreich alias China: die Saxby im Stile der BX 125 …

Brixton klingt irgendwie nach England, Norton, Sixties und ­jeder Menge History. Doch weit gefehlt. Der Name ist ein ­reines Kunstprodukt, unter ihm vermarktet die österreichische KSR-Group seit 2015 für den europäischen Markt cool designte Retromotorräder aus China. Und das läuft offenbar nicht schlecht. Mit 125ern ist Brixton schon eine Zeitlang präsent, jetzt pumpen die Österreicher mit Hilfe ihrer chinesischen Motorenlieferanten Luft in die Zylinder.

wie die Glanville 250 X ist sie 18 PS stark

18 PS soll der luftgekühlte 250er-Einzylindermotor der neuen Modelle leisten. Leer wiegt die Glanville 250 X rund 150 Kilogramm, ausgestattet ist sie mit digitalem Tacho und LED-Beleuchtung, Upside-down-Gabel und ABS. Ab Frühjahr 2019 soll sie für 3.699 Euro bei den Händlern stehen.



Die zweite 250er im Programm namens ­Saxby orientiert sich im Design an der BX 125 genannten Achtellitermaschine. Abseits der Optik ist sie technisch mit der Glanville identisch, soll mit ihr zusammen auf den Markt kommen und 100 Euro günstiger sein.
 

Horex VR6 Raw

Mit ihrem neuen, nachtschwarzen VR6-Modell macht die Marke den Einstieg in ihre exklusive Sechszylinderwelt einen Hauch erschwinglicher. Am Kilopreis ändert sich aber möglicherweise nicht viel, denn die neue, ab 35.500 Euro teure Raw wiegt auch vier Kilo weniger als das Standardmodell.

Schwarz wie die Nacht und mit 35.500 Euro Einstandspreis nicht wirklich billig, aber doch um einiges billiger als die bisherige Modellpalette: die Horex VR 6 Raw

Neu an der Raw sind der Auspuff mit den übereinander angeordneten Doppelröhren, die durch­gehende Sitzbank mit Mikro­faserbezug sowie eigens entwickelte Schmiederäder aus Alu. Das voll einstellbare Öhlins-Fahrwerk soll nun sportlicher abgestimmt sein. Zahlreiche Connectivity-Features liefert das neue 7-Zoll-LED-Display. Farblich ist die Auswahl überschaubar: An Schwarz führt kein Weg vorbei, die Wahl hat man zwischen Hochglanz und matt. ­Optionale Sportpakete sollen die Raw wie auch die bestehenden Modelle für die dynamischere Horex-Klientel anschärfen.
 

Indian FTR 1200

Inspiriert von der Geschichte und den jüngsten ­Erfolgen im Dirt-Track-Sport, hat Indian einen ani­mierenden Tracker mit 1200er V-Twin gebaut, der ab April 2019 zu uns kommen soll. Im Bild die S-Version

Ein Prototyp hatte ihr Erscheinen schon vor einem Jahr angekündigt, jetzt ist die FTR 1200 da, FTR wie Flat Track. Die Vorlage ihres Erfolgs in dieser uramerikanischen Sportart, wo man sich mit der Renn-Scout FTR 750 im Debütjahr 2017 und 2018 erneut gleich den Titel ­sicherte, musste die Marke einfach einlochen.



Das Schönste ­daran: Das Serienbike ist optisch eng an der Vorlage und damit am Renngerät realisiert worden. 120 PS und 115 Newtonmeter setzt der ­wassergekühlte V-Twin aus 1 203 Kubik frei und hängt in einem Gitterrohrrahmen mit angeschraubtem Alugussheck. Auch die wunderschöne Schwinge ist aus Stahlrohr gebogen. Sie stützt sich über ein rechts liegendes Federbein direkt am Rahmen ab.



In der Upside-down-Gabel steckt ein großes 19-Zoll-Gussrad, sein Heck schleppt der Indianer auf 18 Zoll hinterher. Neben der Standardversion wird es ­eine ­S-Version geben. Statt eines analogen Rundinstruments mit Digitaldisplay trägt sie ein TFT-Cockpit und bietet ein voll einstellbares Fahrwerk. So mächtig die auf groben Sohlen rollende Rothaut wirken mag, vollgetankt soll sie nicht mehr als 221 (S: 222) Kilo wiegen. Voraussichtlich ab April erhältlich, wird für die FTR ein Preis von 14.400 Euro kolportiert, die S soll 2.000 Euro mehr kosten.
 

Kawasaki Z 125



Die Z-Family bekommt Nachwuchs. Im kommenden Modelljahr darf sich der Motorradnachwuchs auf eine ­Achtelliter-Z freuen, die optisch ganz im Stile der erfolgreichen Z 650 arrangiert ist. Ihr Motor soll die in der Klasse erlaubten 15 PS voll leisten und mit knapp zwölf Newtonmetern untermalen. Die Fahrwerksbasis – ein Gitterrohrrahmen mit 38er-Telegabel, Bereifung im 110/80-17- und 130/80-17-Format und die 263-mm-Scheibenbremse vorn – teilt sie sich mit der neuen Ninja 125, bei der Sitzposition aber geht sie selbstredend eigene Wege. Mit 815 Millimetern Sitzhöhe werden die Youngster auf ihr 30 Milli­meter höher sitzen als auf dem Sportler, dank der fehlenden Verkleidungsschale ist das Naked Bike mit 146 Kilo Leergewicht aber auch zwei leichter als das Rennerle. Als blaue Version kostet die Z 4.795 Euro, in Grün und Schwarz ist sie 100 Euro teurer.

Mash Falcone 125

Mit der Falcone 125 walzt der chinesische Hersteller, die Jinan Qingqi Motorcycles Corporation, seine im Retrostil gehaltene, luftgekühlte 125er-Reihe weiter in die Breite. Wie bei den bereits bekannten Modellen leistet auch der luftgekühlte EinzylinderZweiventilmotor der Falcone zwölf PS und bleibt damit drei Pferde unter dem erlaubten Klassenlimit.

Neuester Ableger der Mash-125er-Modellfamilie mit der altbekannten Technik und nach wie vor zwölf PS Leistung, aber auch Euro 4 und Kombibremse: die Falcone 125

Den gesetzlichen ­Bestimmungen in Sachen Bremssystem kommt die Falcone durch eine Kombibremse nach, bei der die Scheibe vorn beim Betätigen der hinteren mit angesteuert wird. Der geringe Preis von 3.095 Euro erklärt sich einerseits durch klassische Komponenten wie den Stahlrahmen und eine in manchen Bereichen rustikale Fertigungsqualität, andererseits durch die riesigen Stückzahlen, die aus dem Qingqi-Werk rollen: jährlich zwischen 800 000 und einer Million Motorräder.

Mondial HPS 300

Angekündigt war sie schon bald nach Erscheinen der 125er-Version, jetzt ist sie da: die Mondial HPS wie Hipster 300. Äußerlich gleicht sie der recht erfolgreichen Achtelliter-Schwester wie ein Ei dem anderen. Jetzt aber steckt mehr Dampf drin, auch wenn die Modellbezeichnung ein Blender ist: In Wahrheit hat der wassergekühlte Einzylinder-Vierventilmotor 250 Kubik und leistet 23 PS.

Ganz im Stile der schon bekannten HPS 125 wird es bereits ab Ende Oktober nun auch eine 250er-Version des Einzylinder-Hipsters geben. 4.290 Euro sind dann für sie zu berappen

Hinter dem in China produzierten Motorrad steckt nicht nur ein großer Markenname, dahinter steht mit Graf Pier ­Luigi Boselli auch tatsächlich immer noch ein Mitglied der einstigen Gründerfamilie. Und die ist sich ihrer Verantwortung offenbar bewusst, denn die HPS-­Modelle sind ansehnliche Motorräder geworden und funktionieren im Falle der schon bekannten 125er wirklich ordentlich.
 

Moto Guzzi V9 Bobber Sport



Mit der V 9 Bobber Sport tut Guzzi fürs kommende Jahr genau das Richtige: Man wertet die Federelemente am Heck auf. Die nämlich machen in der Standardversion einen ausgesprochen schlechten Job, der je nach Untergrund mit Fahrstabilität bisweilen nicht viel zu tun hat. Nun also gibt es einstellbare Öhlins-Federbeine am Heck, einen gekappten Fender vorn mit nun noch besserer Sicht auf den fetten 130er-Front-Pneu, dazu eine Monositzbank aus dem hauseigenen Zubehörprogramm, eine Dragbar auf kürzeren Risern, Faltenbälge an der Gabel, schwarze Slip-on-Auspuffröhren und ein fettes Orange: fertig ist die Sport-Version. Der Preis ist zwar noch nicht bekannt, aber bereits im Oktober soll die neue V9-Version lieferbar sein.
 

Suzuki Katana



Seit einigen Jahren schon hat sich der Markt in Richtung Nostalgie gedreht. Jetzt endlich scheint auch Suzuki aufgewacht und wirft mit der Neuauflage der legendären Katana einen stolzen Blick nach hinten. 1981 war das von Target Design entworfene und nach dem japanischen Samurai-Schwert benannte Original in Form der GSX 1100 S Katana vorgestellt worden. Es war das Topmodell einer Baureihe, die später auch mit 750, 650 und 550 Kubik angeboten wurde. Weltweit dürfte dieses auch damals schon polarisierende Konzept also auch heute noch einige Fans haben.

Ganz wie früher: Suzukis nostalgisches Konzept auf ­Basis der bewährten GSX-S 1000 wird ­sicher seine Anhänger finden

Die allgemeine Aufregung über das Comeback ist also mehr als berechtigt, doch unter der auffälligen äußeren Hülle steckt mit der Technik des bewährten Naked Bikes GSX-S 1000 weitgehend Bekanntes: der Motor der 2005er GSX-R 1000, in dieser Variante mit 150 PS und 108 Nm, gerüstet mit dreistufiger Traktionskontrolle, Antihoppingkupplung und der Suzuki-Anfahrhilfe Low-RPM-Assist. Auch Fahrwerksdaten samt -ausstattung scheinen dieselben wie die der GSX-S. Auf den ersten Blick macht bei den Eckdaten die neue Schale den Unterschied: Der Tankinhalt ist gegenüber der GSX-S um fünf Liter geschrumpft, das Gewicht hat mit 215 Kilo um drei zugelegt. Einen Preis gibt es noch nicht.
 

Triumph Street-Modelle

Aus der ohnehin erfolgreichen Classic-Twin-Reihe der Engländer ist die Street Twin das bestverkaufte Modell

Zehn PS mehr, zwei Fahrmodi und zwei neue Inspiration-Kits: 2019 will Hinckley das Erfolgsmodell seiner Classic-Reihe, die Street Twin, mit mehr Elan promoten. Und weil auch die Street Scrambler den 900er-Motor im Rahmen trägt, wurde sie gleich mit frisch gemacht. Seine Mehrleistung holt der Twin aus höheren Drehzahlen, statt bei 7 000/min geht er künftig erst bei 7 500/min in den Begrenzer. Mit 80 Nm bleibt das Drehmoment gleich, liegt aber nun 600/min später an. Unterstützt wird die neue Drehwilligkeit durch eine leichtere Kurbel- und Ausgleichswelle sowie eine abgespeckte Kupplung, Nockenwellendeckel aus Magnesium reduzieren das nicht rotierende Motorgewicht.

Neben anderen Modifikationen legt ihr 900er-Motor für 2019 um zehn PS zu, wovon auch die Street Scrambler profitiert

Neu sind auch die Fahrmodi „Road“ und „Rain“, die Vierkolben-Bremse von Brembo, die Cartridge-Gabel und die überarbeiteten Instrumente. Rollen wird die Street Twin auf hübsch angefrästen Alugussspeichenrädern, als Individualisierungsoptionen sind die Inspiration-Kits „Urban Ride“ und „Café Custom“ neu im Angebot. Auch für den Scrambler gibt es nun ein Kit namens Urban Tracker. Preise nennt Triumph für beide Modelle bisher nicht.
 

Yamaha neue Farben für XSR und MT

Ice-Fluo heißt die neue Farbvariante, in der die MT-Familie 2019 zu haben sein wird

Yamahas auf der MT-Reihe basierenden Sport-Heritage-Modelle XSR 700 und XSR 900 sind ganz bewusst im Old Style gehalten und grenzen sich dadurch klar von den Hyper-Nakeds MT-07 und MT-09 ab. 2019 wird diese Trennung durch eine neue Farbgebung jetzt noch deutlicher nach außen dokumentiert. Wo die XSRs im rot-silbernen Farbschema Garage Metal auftauchen – ein Farbstil, der an die rot-weißen Yamaha-Grand-Prix-Bikes der 1970er ­erinnert –, gehen die MTs einen ganz anderen, deutlich schrilleren Weg. Mit den neongelben Felgen ihrer Night-Fluo-Versionen sorgten die Japaner schon in den letzten Jahren für Aufmerksamkeit, jetzt legen sie mit dem Farbschema Ice-Fluo nach.

Den XSR-Modellen dagegen verpasst man noch klassischere Farben

Es besteht aus einer eisgrauen Lackierung von Tank und Anbauteilen, die rot fluoriszierenden Felgen stehen in einem leuchtenden Kontrast zum Schwarz von Motor, Rahmen, Gabel und Schein­werfer. Auch die Logos mit den bekannten Stimmgabeln auf Tank und Lufthutzen sind neu. Die neue Ice-Fluo-Farboption hat auf der Straße künftig Signalwirkung, denn Yamaha wird sie ausschließlich bei seiner MT-Serie zur Anwendung bringen.
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Stand:13 December 2018 02:42:56/szene/neuheiten+-+neu+geschmiedet_181009.html