Outfit Klassische Lederkombis – Sicher Abgeledert

26.10.2018  |  Text: Lucia Prokasky, Guido Kupper  |   Bilder: Tobias Kircher
Outfit Klassische Lederkombis – Sicher Abgeledert Outfit Klassische Lederkombis – Sicher Abgeledert Outfit Klassische Lederkombis – Sicher Abgeledert Outfit Klassische Lederkombis – Sicher Abgeledert Outfit Klassische Lederkombis – Sicher Abgeledert Outfit Klassische Lederkombis – Sicher Abgeledert Outfit Klassische Lederkombis – Sicher Abgeledert Outfit Klassische Lederkombis – Sicher Abgeledert Outfit Klassische Lederkombis – Sicher Abgeledert Outfit Klassische Lederkombis – Sicher Abgeledert Outfit Klassische Lederkombis – Sicher Abgeledert Outfit Klassische Lederkombis – Sicher Abgeledert Outfit Klassische Lederkombis – Sicher Abgeledert Outfit Klassische Lederkombis – Sicher Abgeledert Outfit Klassische Lederkombis – Sicher Abgeledert Outfit Klassische Lederkombis – Sicher Abgeledert Outfit Klassische Lederkombis – Sicher Abgeledert Outfit Klassische Lederkombis – Sicher Abgeledert Outfit Klassische Lederkombis – Sicher Abgeledert Outfit Klassische Lederkombis – Sicher Abgeledert Outfit Klassische Lederkombis – Sicher Abgeledert
Outfit Klassische Lederkombis – Sicher Abgeledert
Alle Bilder »
Leder liefert uns nach wie vor das sicherste Gefühl in Kombination mit dem besten Schutz. Was aber, wenn das bunte Rennleder einfach nicht zum Krad passen will? Wir haben klassische Lederkombis getestet
Auf der Rennstrecke und unter den Supersportler-Treibern ist es die sogenannte Papageienkombi, die die Fahrer schützt und ziert. Die Auswahl hier ist riesig und doch sehen irgendwie alle gleich aus. Aber was tun, wenn man lieber auf klassischen Krädern sitzt? Rennkombi passt nicht, Goretex-Ornat auch nicht. So greifen mittlerweile viele zu Lederjacke und Kevlar-Jeans. Schutzwirkung? Na ja, geht so. Was aber, wenn man klassisch fahren und aussehen, aber dennoch rundum safe sein will?

Schon die Recherche dazu hat sich als mühseliger herausgestellt als erwartet: Der Markt dafür ist überraschend klein. Zwar gibt es klassisch-stylishe Lederjacken wie Sand am Meer, selten aber auch eine passende Lederhose dazu, die sich per Verbindungsreißverschluss sicher kombinieren lässt. Wer schon mal ein Gutteil seines Bauchfells auf der Straße gelassen hat, weil eben jene Verbindung fehlte, kann das nicht gutheißen. 

Soll es dann aber doch unbedingt diese eine, reißverschlusslose Hose sein, bietet die Firma Held eine Kompromisslösung an: einen Adapter-Reißverschluss zur Befestigung an der Jacke, in den sich der Hosengürtel einfädeln lässt. Diese Option und ein paar weitere Kombinationen, die wir auf dem Markt zusammenge­stöbert haben, wollen wir euch nun nicht länger vorenthalten.
 

4SR Bobber Cafe/Roadster

Preis: Jacke Bobber Cafe 349 Euro, Hose Roadster 279 Euro
Bezugsadresse: 4sr.de

Die 4SR-Kombi gibts in verschiedenen Styles und Farben. Im Test: die Bobber-Roadster-Kombination

Außenmaterial: Jacke Büffelleder, Hose Rindleder, ­Innenfutter: k. A., Größen: Jacke 48–58, Hose 48–60, Farben: Jacke Schwarz, Braun-Schwarz, Hose Schwarz, Ausstattung: Perforation in der Achselhöhle, kurzer Kragen, langer Rücken, Gürtelschlaufen, Kevlar-Stretcheinsätze im Schritt, Sicherheit: ­Verbindungsreißverschluss kurz sowie lang rundum, herausnehmbare Protektoren an Schultern, Ellbogen und Knien, Rückenprotektor optional, Viscofoam an den Hüften
Praxis: Die Verbindungsreißverschlüsse sind leichtgängig und gut bedienbar. Der Perforationsstreifen im Brustbereich bringt etwas Belüftung an warmen Tagen, an kalten vermisst man aber ein wärmendes ­Innenfutter. Eine Bundweitenverstellung fehlt. Dafür lassen die Armbündchen ein Tragen der Handschuhe über oder ­unter der Jacke zu. Deren Reißverschlüsse sind auch mit ­Handschuhen gut zu bedienen. Das Mesh-Innenfutter der Hose ist innen gut verarbeitet und vernäht. Ingesamt sitzt die Kombi gut mit ausreichend Bewegungsspielraum, nur am Jackensaum fast etwas zu eng. Dank der Stretcheinsätze im Schritt und den Knien ist die Bewegungsfreiheit auch in der Hose optimal. An der Wade ist sie dafür etwas weit geschnitten und passt dadurch nur mit viel Krumpeln in die Stiefel. Die Protektoren sind sehr angenehm positioniert.
Fazit: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Passform der Kombi überzeugt und das patinierte Leder der Jacke macht optisch wie haptisch einiges her.

Plus
• Sehr gut zu bedienender Verbindungsreißverschluss
• Luftige Lederkombi geeignet für den Sommer

Minus
• Bundweitenverstellung für die Winterplauze fehlt
• Hose wegen weit geschnittenem Bein nicht gut im Stiefel zu tragen
 

Segura Twin

Preis: Jacke 500 Euro, Hose 420 Euro
Bezugsadresse: segura-moto.fr

Die Twin-Kombi ist sehr klassisch, aber bringt eben auch Funktion mit. Damit steht sie im direkten Vergleich zu den durch und durch klassischen Kombis von Harro und Schwabenleder nicht ­unbedingt hinten an

Außenmaterial: Rindleder, Innen­futter: herausnehmbares Thermo­futter, Größen: S–3XL, Farben: Schwarz, Ausstattung: gesteppte Ellbogen und Schultern, dreifache Bundweiteneinstellung per Druckknopf, Einstellungsmöglichkeit an Handgelenk und Taille, Stretcheinsätze im Schritt, Reißverschluss an der Wade, Sicherheit: Verbindungsreißverschluss, Protek­toren an Schultern und Ellbogen, Schienbein, Hüfte und Knie (höhen­verstellbar), Rückenprotektor optional
Praxis: Das Leder ist weich, die Passform klassisch eng, aber mit Reserven für die Bewegung auf dem Krad (Stretch an Schultern und Knien). Druckknöpfe am Bündchen sind wegen knappen ­Ärmelschnitts und Schwergängigkeit schwer zu schließen. Auch umständlich: Das Schließen des Verbindungsreißverschlusses bei angezogener Jacke – ohne Verrenkung schier unmöglich. Knieschleifer sind optional anzubringen, solange ist das Klett unter einer Lederabdeckung versteckt. Das Innensteppfutter der Jacke ist nicht übertrieben warm, tut aber auch im Spätjahr seinen Dienst. Die Kombi sitzt knackig wie ein Ganz­körperkondom. Dabei sind aber lediglich die Bündchen am Arm zu eng, Handschuhe können nur darüber getragen werden. Auch die Hose passt nicht über die Stiefel, sondern muss reingesteckt werden. Ein- und Aussteigen ist durch weit öffnende Beinreißverschlüsse kein Problem. 
Fazit: Schön klassische, wenn auch nicht ganz günstige Kombi. Optik, Funktion und Tragegefühl aber stimmen ­gleichermaßen. Wertig verarbeitet, ohne Fusselfäden und mit einem angenehm unaufdringlichen Ledergeruch.

Plus
• Sehr gute Verarbeitung
• Hohes Sicherheitsgefühl

Minus
• Armbündchen eng, Druckknöpfe schwergängig
 

Harro Rennweste Assen Pro

Preis: 1.290 Euro
Bezugsadresse: rennweste.de

Schön gemacht: Unter den Druckknöpfen versteckt sich ein Reißverschluss. Der Verbindungsreiß­verschluss liegt bei dem Damenmodell figur­betonend an der Taille, der der Männer-Version ­etwas über der Hüfte

Außenmaterial: Rindleder, Innenfutter: Polyester, Größen: S–3XL, Farbe: Schwarz, Ausstattung: Reißverschlüsse an Waden und Armbund, Mesh-Innenfutter, Lederstretch im Lendenbereich, Sicherheit: Verbindungsreißverschluss, Protektoren an Schultern und Ellbogen, Rücken und Knien 
Praxis: Mittels einer Jacken­verlängerung für 90 Euro kann die Jacke auch als Einteiler getragen werden. Das Leder ist zu Beginn sehr steif und engt vor allem beim ­Fahren ein. Leider fehlen Möglichkeiten zur Weiteneinstellung und die Stretchanteile genügen nicht, um der Steifheit der Kombi entgegenzuwirken. Aber wer schön sein will, muss leiden. Das ­Leder der Rennweste kann ganz nach Gusto gestaltet ­werden: Farben und Kombinationsmöglichkeiten können nach Geschmack, der Schnitt auf Maß geschneidert werden. Eine dritte Hand oder viel Geduld wird beim Schließen des Verbindungsreißverschlusses benötigt. ­Größen fallen tendenziell eine Nummer kleiner aus als gewohnt. Reißverschlüsse an den Waden erleichtern Ein- und Ausstieg. Der Standardschnitt an den Waden ist zu eng und zu kurz. Stiefel bedecken gerade so das nackte Beinfleisch. 
Fazit: Auf dem Krad fühlt man sich in Harros Rennweste ­sicher, aber auch etwas eingeengt. Eine ­Maßanfertigung ist also zu ­empfehlen. Abseits des Motorrads fühlt sich die Kombi ladylike und sexy an. Das macht Freude! 

Plus
• Klassische Schnittmuster, klassische Optik 
• Viele Individualisierungsmöglichkeiten

Minus
• Zu wenige Stretchanteile 
• Keine Optionen zur Weiteneinstellung
 

Held Stone/Cooper

Preis: Jacke Stone 400 Euro, Hose Cooper 220 Euro
Bezugsadresse: held.de

Zugegeben: Unser Model Christopher ist für die üppige 52er-Größe der Lederjeans etwas zu schmächtig. Zu lang geschnitten ist sie aber trotzdem

Jacke – Außenmaterial: Rindleder, Innenfutter: 86 % Polyester, 12 % Baumwolle, 2 % Elasthan, Größen: 48–64, Farben: Anthrazit-Grau-Rot, ­Crispy-Beige-Orange, Ausstattung: Softkragen, Hüftweiteneinstellung, Frontreißverschluss, Clip-in-Technologie, Sicherheit: Verbindungsreißverschluss, SAS-TEC-Protektoren an Schultern und Ellbogen, Rücken- und Brustprotektor nachrüstbar, Hose – Außenmaterial: Rindleder, Innenfutter: atmungsaktives Mesh, Größen: Damen 34–46D, Herren 46–70, Farben: Schwarz, Ausstattung: Frontpartie ohne Quernaht, 5-Pocket-Style mit Nietabschluss, Sicherheit: kein Verbindungsreißverschluss (Reißverschluss­adapter optional (30 Euro), optional Protektoren für Hüfte und Knie 
Praxis: Die Stone kommt im modernen Used-Look und hat kein Innenfutter. Dafür aber eine Clip-in-Technologie, durch die zusätzliche Windblocker oder Thermoinnenjacken eingesetzt werden können. Im Sommer dient der zusätzliche Frontreißverschluss als Air-Vent. Die einstellbaren Ärmelbündchen sind per Reißverschluss und ­Druckknopfriegel sehr gut zu bedienen und Handschuhe können unter oder über der Jacke getragen werden. Die Cooper-Hose ist keine Kombihose im üblichen Sinne, sondern eine leger geschnittene und sehr bequeme Jeans. Beine sind etwas zu lang. Die Verbindung der Hose mit der Jacke ist über einen Gürtel inklusive Adapterreißverschluss möglich. Bis auf die Seitennähte ist die Cooper an den Beinen nahtlos und damit sehr bequem. Der Einstieg ist dank des angenehm gleitenden Innenfutters und der weit geschnittenen Waden kinderleicht. 
Fazit: Jacke sowie Hose sind sehr angenehm zu tragen. Das Leder ist weich, die Verarbeitung sehr ordentlich und ansprechend. Das Schutzniveau der Jeans ist begrenzt.

Plus
• Tragekomfort
• Verarbeitung
• Jacke dank Clip-in-Technik vielseitig

Minus
• Lederjeans bietet nicht die Sicherheit einer Kombihose
 

IXS LD Jacke Anna

Preis: Jacke 350 Euro, Hose 300 Euro
Bezugsadresse: ixs-motorradbekleidung.de

Von Sexappeal kann man hier nicht reden. Aber schämen muss man sich in der Anna-Kombi auch nicht. IXS hat gekonnt einen Spagat zwischen Funktionalität, Bequemlichkeit und Optik hingekriegt. Für alle, die nicht nur sonntags fahren

Außenmaterial: Rindleder, Innenfutter: ­Polyester, Größen: 36–46, Farben: Schwarz, Ausstattung: herausnehmbare Thermo­weste, 3D-Netzfutter am Rücken, ­Hüftweiteneinstellung, Neopreneinsätze am Nacken, Stretcheinsätze an Ärmeln, Seitenpartie, Knien und Gesäß, Saumerweiterung mit Reißverschluss, Sicherheit: Verbindungsreißverschluss rundum, höheneinstellbare Protektoren an Schultern, Ellbogen und Knien, Rücken- und Hüftprotektoren ­optional 
Praxis: Angenehmer Einstieg in Hose und Jacke. Passform der regulären Größe ­entsprechend, wie maßgeschneidert. Die Hände schlüpfen durch eine Windschleuse, die unter den Handschuhen getragen wird. Reißverschlüsse am Armbündchen lassen einen schnellen Einstieg in die Handschuhe zu und sind sehr gut zu bedienen. Am Oberarm befinden sich ­Belüftungsreißverschlüsse. Wenn die offen sind und das Thermofutter herausgenommen, kann die Kombi auch im Sommer getragen werden. Die Länge der Hose ist optimal, durch die seitlichen Reißverschlüsse kann sie über oder im Stiefel ­getragen werden. Stretchanteile in den ­Bereichen unter den Armen, entlang der Seiten des Oberkörpers, im Lendenbereich, im Schritt, den Kniekehlen sowie oberhalb des Knies und auf den Oberschenkeln machen die ohnehin gut sitzende Kombi von der ersten Minute an bequem. Die Protektoren sind nicht nur höheneinstellbar, sondern auch anschmiegsam und damit unauffällig.
Fazit: Anna ist vielleicht optisch unauffällig, in Sachen Funktionalität und Bequemlichkeit 
allerdings weit vorn.

Plus
• Bequemlichkeit und Sicherheitsgefühl
• Multifunktional

Minus
• Optisch eher schlicht
 

Icon 1000 Stealth

Preis: Jacke 333 Euro, Hose 230 Euro
Bezugsadresse: rideicon.com

Halb klassisch, halb sportlich ist Icons Stealth universell ­einsetzbar und passt auf eine MT-09 so gut wie auf eine XSR 900

Außenmaterial: Jacke Leder, ­Hose Leder und Einsätze aus Nylon und Stretch-Cordura, Innenfutter: Jacke herausnehmbares SatinCore, Größen: S–4XL, Farben: Schwarz, Ausstattung: Stretcheinsätze entlang der Arme, Achseln und Seiten, im Schritt, an Kniekehlen und Knien, Armbündchen und Kragen aus Neopren, drei Innentaschen, Sicherheit: Verbindungsreißverschluss rundum, Protektoren an Knien, Schultern, Ellbogen und ­Rücken, Weitenregulierung am Hosenbund, verlängerter Rücken, Daumenschlaufen, Frontperforation
Praxis: Der Reißverschluss muss ­ungewöhnlicherweise von links einge­fädelt werden. Ordentlich wattiert ist das herausnehmbare Innenfutter der Jacke, kalte Tage können kommen. Ohne den Einsatz ist die Kombi jedoch sehr luftig aufgrund der großflächigen Frontper­foration. Rastriegel an den Hüftseiten zur Bundweiteneinstellung. Zwar tragen die SportCuff-Bündchen nicht auf und erhöhen die Bewegungsfreiheit des Handgelenks, der Handschuh kann damit aber nur über der Jacke getragen werden. Die ­Kombi hat nur Innentaschen, keinerlei Taschen außen, auch nicht an der Hose. Diese besticht durch ihren legeren Sitz, ist allerdings im Schienbeinbereich aufgrund des hohen Stoffanteils sehr luftig. Dadurch wiederum lässt sie sich gut in den Stiefel stopfen, aber auch darüber tragen. Der Verbindungsreißverschluss muss vorab verbunden werden, sonst kommt man nicht mehr dran. Die Hose wird durch einen Rastriegel verschlossen, zur Bundweiteneinstellung sitzen seitlich zwei Klettriegel. Sauber eingenähtes, feinporiges Mesh-Innenfutter in der Hose.
Fazit: Angenehm zu tragende Kombi mit vergleichsweise hohem Textilanteil – inzwischen können die Amerikaner auch Passform. Nur die Taschenarmut nervt richtig.

Plus
• Dank hohem Textilanteil guter ­Tragekomfort
• Passt zu warmen wie kühlen Tagen

Minus
• Keine Außentaschen
 

Held Asphalt Queen/Lesley II

Preis: Jacke 400 Euro, Hose 380 Euro
Bezugsadresse: held.de

Auf dem Krad sitzend passt die Beinlänge und reicht angenehm über den Stiefel. Im Stehen wirkt es allerdings etwas geknautscht. Auch die Schuhe (Cattlejane) sind von Held und passen ­hervorragend zur Kombi, die mit schönen und funktionalen Details überzeugt

Außenmaterial: Rindleder, Innenfutter: Polyester, Baumwolle, Elasthan, ­Größen: 34–46D, Farben: Jacke Schwarz, Cognac, Burgund, Hose Schwarz, Ausstattung: Ziernieten, perforierte ­Ledereinsätze, Hüftweitenverstellung, Frontreißverschluss, ­zweiter Reißverschluss als Air Vent, Stretcheinsätze aus Leder an Schritt und Wade, Belüftungs-Reiß­verschlüsse, Clip-in-Techno­logie, Sicherheit: Verbindungsreißverschluss, Sicherheitsnähte, SAS-TEC-Protektoren an Schulter und Ellbogen, Rücken- und Brustprotektoren nachrüstbar, höhenverstellbare ­SAS-TEC-Protektoren am Knie und Hüfte, Lederdoppelung am Gesäß, Steißbeinschutz optional
Praxis: Die stylishe Kombi ist bequem: Das Leder ist weich, die Protektoren biegen sich mit Knie und Ell­bogen, der Lederstretch über dem Knie erfüllt dehnbar seine Arbeit. Ansonsten ist überall, wo notwendig, genügend Material, um sich nicht eingeengt zu fühlen. Am Unterschenkel ist sogar ein bisschen zu viel Stoff, da krumpelt es sich etwas über oder im Stiefel. Reiß­verschlüsse und auch Druckknöpfe sind alle sehr gut zu bedienen, der Verbindungsreißverschluss ist leichtgängig. Größflächige Perforationen entlang der Arme, Achseln und Oberschenkel lassen gut Luft durch, dazu gibt es zusätzliche Belüftungsreißverschlüsse. Durch die Clip-in-Technologie kann die Sommer-Kombi ratzfatz in eine Kombi für kalte Tage verwandelt werden (Jacke und Hose).
Fazit: In der Held Kombi fühle ich mich pudelwohl. Die Nieten sind nicht übertrieben, aber trotzdem wurde durch solche Details auf die Optik geachtet. Funktion und Gemütlichkeit sind ebenfalls klasse. Kaufempfehlung! Aber Achtung: Ich bin 1.65 m groß. Kleiner sollte Frau für diese Kombi aufgrund der Beinlänge nicht sein.

Plus
• Schick und detailverliebt
• Bequem und funktional
• Jacke dank Clip-in-Technologie vielseitig

Minus
• Beinlänge minimal zu lang
 

Schwabenleder Classic Pro Sport

Preis: 1.600 Euro
Bezugsadresse: schwabenleder.de

Knie und Ellbogen sind bereits vorgeformt. So drücken sie in der angewinkelten Haltung auf dem Motorrad nicht auf die Gelenke

Außenmaterial: Rindleder, ­Innenfutter: Polyester, Größen: 44–54, Farben: Schwarz, auch mit Markenbranding und auf Maß erhältlich, Ausstattung: Innenarm und Hose im Schritt mit Kevlar-Stretch, Leder-Stretch am Bund und über den Knien, Handbündchen mit Reißverschluss und Klettriegel, hochgezogener gepolsteter Kragen, Sicherheit: Verbindungsreißverschluss rundum, TC-Formteil mit Kevlar-Filz am Rücken, TC-Schaum mit Kevlar-Filz an Schultern, Ellbogen, Hüfte, Knien, TC-Light-Polster zusätzlich an ­Schulterblättern und im oberen Brustbereich, Kevlar-Filz-Einlage im ­Gesäßbereich (nur bei Herren), optional ist ein Rippenschutz, Reflexbiese im Jackenbund hinten, ­Knieschleifer, Schienbeinschutz, dreiteiliges Rückenschutz­system
Praxis: Der rundherum reichende Verbindungsreißverschluss ist aufgrund der vielen Protektoren nicht ganz leicht zu schließen. Am Hals ist der Sitz etwas zu eng. Die Armbündchen sind gut zu bedienen und der Handschuh kann auch unter der Kombi getragen werden. In die Hose muss man sich reinschälen – ist man aber erst mal drin, liegt das ­Leder wie eine zweite Haut an. Der ­Beinschluss ist sehr eng, Stiefel können klassischerweise nur drüber getragen werden. Die Kombi hat kein optionales ­Innenfutter und ­keine Belüftungs­systeme. Damit wird es schnell sehr warm im Leder. 
Fazit: In Sachen Sicherheit dank groß­flächiger Protektoren und absolut sicherem Sitz kaum zu toppen, was aber Einschränkungen beim Tragekomfort mit sich bringt. 

Plus
• Sicherheit
• Klassik-Optik

Minus
• Tragekomfort
• Teuer
 

Louis Highway 1 Sports/Cafe Racer Timeless

Preis: Jacke 250 Euro, Hose 150 Euro
Bezugsadresse: louis.de



Jacke – Außenmaterial: Büffelleder, Innenfutter: ­Polyester, Größen: 48–62, Farben: Schwarz, Rot, Ausstattung: Leicht wattierte, herausnehmbare Innenweste, Weitenverstellung am Bund, Sicherheit: Verbindungsreißverschluss kurz und rundum, entnehmbare Super-Shield-Protektoren an Schultern und Ellbogen (höhenverstellbar), ­Rückenprotektor optional, Hose – Außenmaterial: Damen Ziegenleder, Herren Rind­leder, Innenfutter: Polyester, Größen: Damen 34–46, Herren 48–58, Farben: Schwarz, Ausstattung: Weitenregelierung an Waden, Lederstretch an Knie und Gesäß, Sicherheit: Verbindungsreißverschluss kurz und rundum, Gürtelschlaufen, entnehmbare Super-Shield-Protektoren an den Knien (höhenverstellbar), Hüftprotektor optional
Praxis: An Ellbogen und Knien ist die Kombi steif und ­etwas knapp geschnitten, was die Beweglichkeit einschränkt. Das Leder ist gut verarbeitet und weich, das ­Innenfutter wiederum an den Armen etwas kratzig. Der lange Verbindungsreißverschluss ist gut zu bedienen, ebenso die Armbündchen (Handschuh unter Kombi tragbar). Die Hüftweite ist per Druckknopf zweifach einstellbar. Im Schritt ist die Hose zu eng. Die Reißverschlüsse am Unterschenkel sind weit zu öffnen, damit kann die Hose auch über den Stiefeln getragen werden. Beim Ausziehen der Hose bleibt der Fuß im Innenfutter hängen, da ­dieses nur an zwei Stegen verankert ist. Das Leder der Jacke wirkt hochwertiger als das der Hose.
Fazit: Günstige Kombi mit schön verarbeitetem Leder vor allem an der Jacke, Schnitt und Verarbeitung der Hose aber nicht ganz perfekt.

Plus
• Preisgünstig mit gutem Gegenwert
• Langer, leicht bedienbarer Verbindungsreißverschluss

Minus
• Schnitt von Hose wie Jacke nicht perfekt
• Beim Ausziehen der Hose bleibt Fuß am Innenfutter ­hängen
  Teilen
Topseller im Shop
Stand:10 December 2018 01:28:27/outfits/outfit+klassische+lederkombis+-+sicher+abgeledert_181009.html