Bestes Stück – Hein Gericke Handschuhe

22.10.2018  |  Text: Steffen Schulze  |   Bilder: Steffen Schulze
Bestes Stück – Hein Gericke Handschuhe Bestes Stück – Hein Gericke Handschuhe Bestes Stück – Hein Gericke Handschuhe Bestes Stück – Hein Gericke Handschuhe Bestes Stück – Hein Gericke Handschuhe Bestes Stück – Hein Gericke Handschuhe
Bestes Stück – Hein Gericke Handschuhe
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Mein bestes Stück sind eigentlich zwei, nämlich ein ­linker und ein rechter Handschuh. Wie lange ich das Paar schon habe? Zwanzig Jahre sind das bestimmt schon. Gekauft hab ich sie bei Hein Gericke, ohne lange Vergleichstests und Bewertungen zu lesen, einfach, weil sie mir gefallen haben ...
Mein bestes Stück
Es gibt Dinge, von denen trennt man sich nicht – und wenn es doch notwendig ist, nur unter Schmerzen. Zum Beispiel die Lederjacke, die die Patina deines ganzen Lebens trägt. Das Ladegerät, das deinen Batterie­verschleiß um 50 Prozent gedrückt hat. Der Schrauben­schlüssel, mit dem du schon an deinem ersten Moped geschraubt hast. Derartige Stücke wollen wir in dieser ­Rubrik auf den Sockel heben. Sie haben es verdient. Ihr habt auch ein bestes Stück? Zeigt es uns! Am besten per Mail unter ­redaktion@roadster-magazin.de
 

Steffen Schulze, Autor von Motorradkrimis, hat im Laufe seines Lebens schon so einige Motorräder gefahren. Seinen Gericke-Handschuhen aber ist er mehr als zwei Jahrzehnte lang treu geblieben

Fransige Nähte ja, aber noch halten sie

Mein bestes Stück sind eigentlich zwei, nämlich ein ­linker und ein rechter Handschuh. Wie lange ich das Paar schon habe? Zwanzig Jahre sind das bestimmt schon. Gekauft hab ich sie bei Hein Gericke, ohne lange Vergleichstests und Bewertungen zu lesen, einfach, weil sie mir gefallen haben und finanzierbar waren. Von meiner Suzuki GSX 600 F über Kawasakis ZX-6R und Triumphs Daytona 675 bis zu meinen jetzigen Motorrädern, Thruxton 1200 und Enfield Continental GT, haben sich mich treu begleitet. Und dabei kaum Federn gelassen. Gut, der Daumen guckt mittlerweile raus und auch der Klett sieht nicht mehr ganz ladenneu aus. Aber die Dinger sitzen immer noch wie angegossen, obwohl ich ihnen wirklich nicht viel Pflege habe angedeihen lassen. Unzählige Male schon sind sie nass geworden – so richtig bis auf meine ­Knochen. Aber Waschen schadet nicht. Im Kalten läuft ja gern die Nase. Visier hoch, Finger rein, wischen, wieder zu und weiter.

Die Abnutzung ist un­übersehbar, das Leder dürfte mittlerweile recht ­mürbe sein

An kalten Tagen hab ich sie gern zusammen mit meinen ­Fingern auf den Zylindern gebraten, an einem Formel-1-Wochenende mit Wintereinbruch in der Eifel fast nicht mehr ausgezogen. Ich weiß, dass ihr Leder mittlerweile mürbe ist. Ein neues Ersatzpaar liegt schon im Schrank – das nun auch schon seit rund fünf Jahren. Aber: neu gleich unbequem, da zwickt und zwackt es gefühlt gar fürchterlich. Nein, ich denke, ich gebe dieses Handschuhpaar so schnell nicht her. Wenn ich sie nur schon auf dem Tisch liegen sehe, mit vorgekrümmten Fingern, diese Erlebnis­sammler – einladend, einfach schön.
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Stand:13 December 2018 03:42:45/outfits/bestes+stueck+-+hein+gericke+handschuhe_18725.html