ECE-Norm 22.05, weil ein Motorradhelm auch Kopfsache ist

03.11.2018  |  Text: Helmonline.de  |   Bilder: Helmonline.de
ECE-Norm 22.05, weil ein Motorradhelm auch Kopfsache ist
ECE-Norm 22.05, weil ein Motorradhelm auch Kopfsache ist
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Nicht jeder Motorradhelm, der auch als Sturzhelm oder Kopfschutz bezeichnet wird, verdient diese Bezeichnung. In den meisten Ländern der Europäischen Union besteht für Roller- und Motorradfahrer die Helmpflicht, und das aus gutem Grund.
Ein Motorradhelm kann Kopfverletzungen oder einen Unfalltod zwar nicht gänzlich ausschließen, verringert diese Gefahren jedoch deutlich. Aus diesem Grund sollten Motorradfahrer immer einen Sturzhelm mit ECE 22.05-Zertifkikat kaufen.  



Der Motorradhelm ist der wichtigste Bestandteil der Schutzkleidung, denn er schützt den Schädel bei Unfällen, die häufig bei hoher Geschwindigkeit eintreten. Kopfverletzungen sind allerdings auch bei Fahrten mit geringer Geschwindigkeit, zum Beispiel im Stadtverkehr, nicht auszuschließen. Als Motorradfahrer sind Sie einer wesentlich höheren Verletzungsgefahr ausgesetzt als PKW-Fahrer, da Sie dem Straßenverkehr ohne die sogenannte Knautschzone ausgesetzt sind. Auf dem Motorrad schützt Sie alleine Ihre Schutzkleidung und Ihr Motorradhelm. Bei Nässe und an bestimmten Unfallschwerpunkten erhöht sich die Sturzgefahr zusätzlich. Das bei einer Kopfverletzung häufig eintretende Schädel-Hirn-Trauma verringert sich um 70 Prozent und die Sterblichkeitsrate immerhin um 40 Prozent, vorausgesetzt, der Motorradfahrer trägt einen Sturzhelm, der diese Bezeichnung auch verdient. 

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Wann ist ein Motorradhelm wirklich ein geeigneter Kopfschutz? 

Die Abkürzung ECE steht für „Economic Commission Europe“. Es handelt sich um eine Verordnung der Europäischen Union, die festlegt, nach welchen Qualitätskriterien Motorradhelme herzustellen sind, um für den Straßenverkehr zugelassen zu werden. Die EU-Mitgliedstaaten hatten diese EU-Richtlinie entsprechend in nationales Recht umzusetzen. Die Endziffer „05“ steht für die fünfte Novelle, das heißt, diese Richtlinie wurde bereits fünf Mal nachgebessert, um höchste Sicherheitsstandards zu garantieren. Haben Sie noch einen Motorradhelm, dass das ECE 22.04-Zerfifikat trägt? Wenn ja, ist Ihr Helm zwar für den Straßenverkehr zugelassen, erfüllt jedoch nicht mehr die Anforderungen des Gesetzgebers hinsichtlich Sicherheit und Qualität. Sie sollten sich schnellstens von Ihrem Sturzhelm trennen, denn die fünfte Gesetzesänderung trat bereits 2003 in Kraft. Auch die hochwertigsten Motorradhelme altern, da über die Jahre natürliche Verschleißerscheinungen aufgrund von Witterungseinflüssen und Materialalterung eintreten. Hersteller und amtliche Prüfstellen empfehlen, den Sturzhelm alle fünf Jahre auszuwechseln. 

Wann wird ein Motorradhelm mit dem ECE-Zeichen ausgezeichnet? 

Ein Sturzhelm erhält diese Auszeichnung, wenn er hinsichtlich Qualität und Sicherheit die von der ECE-Norm geforderten Eigenschaften erfüllt.

Prüfungsrelevante Sicherheitskriterien sind: 
  • chemische Beschaffenheit und Haltbarkeit der Außenschale 
  • exakte Werte der Stoßdämpfung an kritischen Helm-Punkten 
  • Größe und Sichtfeld des Visiers 
  • Belastbarkeit von Kinnriemen und Verschluss. 
Als Motorradfahrer haben Sie natürlich ein großes Interesse an Ihrer persönlichen Sicherheit und daran, Ihr Leben in Unfallsituationen optimal zu schützen. Aus diesem Grund kommt nur ein Motorradhelm mit ECE-Auszeichnung infrage. Modelle ohne diese Auszeichnung werden vor allem in Fernost produziert und dann in die Europäische Union importiert. Auch diese Hersteller werben mit den höchsten Qualitätsstandards ihrer Produkte. Tatsächlich ist diese Aussage jedoch nicht nachprüfbar, denn eine amtliche Belastungsüberprüfung findet nicht statt. So haben verschiedene europäische Prüfinstitutionen bei diesen Helmen aus Fernost eindeutige Qualitäts- und Sicherheitsmängel festgestellt. Selbst wenn so ein Helm bei der ersten Begutachtung keine äußeren Schäden aufweist und ein hochwertiges Erscheinungsbild abgibt, sind kleinste Risse in der Helmschale oder defekte Nahtstellen von Laien meistens nicht zu erkennen. Eine fehlende ECE-Norm kann auch Verlust des Versicherungsschutzes führen. 
 
Bei einem Unfall können Schadenersatzansprüche wesentlich geringer ausfallen, wenn die Versicherung anführt, dass der Sturzhelm, der zum Zeitpunkt des Unfalls getragen wurde, nicht den gesetzlichen Sicherheitsansprüchen genügt. Ob ein Helm ohne Prüfsiegel immer strafbewehrt ist, hängt von den einzelnen EU-Mitgliedstaaten ab. Während manche Länder ein Bußgeld verhängen, lässt die italienische Polizei Motorrad- und Rollerfahrer auch mal gerne zu Fuß nach Hause gehen, weil das Zweirad vorübergehend beschlagnahmt wird. Sie sehen, es gibt viele Gründe, sich für einen Motorradhelm mit ECE-Prüfsiegel zu entscheiden.
 
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Stand:21 November 2018 16:47:04/news/ece-norm-2205-weil-ein-motorradhelm-auch-kopfsache-ist_181102.html