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Custombikes Zweiventil-Boxer – Boxer wie Sand am Meer

20.02.2019  |  Text: Thomas Kryschan  |   Bilder: Werk
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Custombikes Zweiventil-Boxer – Boxer wie Sand am Meer
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Fangt bloß nicht an, im Netz nach Zweiventilumbauten zu suchen – es sei denn, ihr habt diese Woche nichts mehr vor! Dementsprechend schwer fiel es uns, eine Auswahl zu ­treffen. Wir hoffen, es glückt uns mit der unseren zumindest, die mögliche Band­breite von ­Customs am Horizont aufzu­zeigen. Und wer dann mehr will – siehe oben

BMW R80 „The Mutant"

Vor einigen Jahren kündigte Projektmanager Arjan seinen Job bei einem großen ­Turboladerhersteller und machte sich mit dem Bau von Custombikes selbstständig. Seine in Holland ansässige Firma spezialisierte sich auf den Umbau alter BMW-Modelle. Und das lange, bevor der große Hype um die Zweiventilboxer begann. Mittlerweile schwärmt Arjan heimlich für die Street­fighterszene, was dem hier ­gezeigten Umbau zweifellos anzusehen ist.



Durch tief montierte Lenkerstummel und das um zwei Zentimeter verlängerte Federbein wird die Sitzposition der R 80 deutlich aggressiver. In der gefrästen Gabelbrücke mit bewusst grobschlächtiger Optik steckt ein kleiner Motogadet-Tacho. Highlight der BMW ist ­allerdings die aus zahllosen Segmenten zusammengesetzte Auspuffanlage mit den sichtbaren Nähten, die den Schweißer allein zwei Tage beschäftigt haben dürften. Schneller ging’s sicherlich beim winzigen Heck­rahmen, der die Blinker in ­offenen Rohrenden versteckt. ­Drunter hängt ein Akra­povic-Endtopf, der den 50-PS-Boxer deutlich potenter klingen lässt, als er tatsächlich ist. Mit ihrem porschegrünen Zündapp-Tank und einer aufgeräumt minimalistischen ­Optik fällt es tatsächlich schwer, die R einer Motorradkategorie zuzuordnen. Und so passt der Name perfekt: „The Mutant“. iwcmotorcycles.com
 

BMW R 80 „The Bulldog“

Josip von Mighty Motorcycles griff sich als Basis ­seines Umbaus ein ehemaliges Dienstmotorrad der ­Bundeswehr. Die R 80 war zwar optisch in mitleiderregendem Zustand, wurde aber technisch im wahrsten Sinne des Wortes einsatzbereit gehalten. Durch den hochgelegten Tank und den aus Blech gefertigten Cafe-Racer-Höcker verpasste er der BMW einen deutlich sportlicheren Auftritt. Dass er dafür ein Rahmenheck brutzeln musste, erklärt sich von selbst. Bei den Anbauteilen ging die Frischzellen­kur weiter.



Die bleischwere, gusseiserne Gabel­brücke wich einem gefrästen Aluteil, drunter klemmt ein LSL-Sportmatch-Stummellenker. Den dynamischen Auftritt unterstreicht die zweite Bremsscheibe am Vorderrad ebenso wie das einstellbare Federbein von Wilbers. Damit nichts die minimalistische Linie der BMW stört, montierte ­Josip das Kennzeichen seitlich auf dem Kardangehäuse, ersetzte die viel zu große Batterie durch einen kleinen Lithium-Ionen-Akku und verschraubte winzige LED-Blinker von Motogadget. Derart aufgehübscht, erinnert nichts mehr an das ausgemusterte Dienst-Krad der Männer im Tarnfleck. mightymotorcycles.com
 

BMW R 80 „Brat Racer"

Ich weiß nicht, wer von euch als Kind mit einem Playmobil-­Motorrad gespielt hat. Neben dem leer geräumten Rahmen und dem optischen Klotz von Motor im Zentrum bleibt bei ­dieser BMW – wie beim Spielzeug – nicht viel mehr als der Lenker, ein Sitz und zwei ­Räder. Eine Feststellung, die hier wohlgemerkt in höchster Anerkennung getroffen wird, zeigt dieser Minimalismus doch, wie wenig ein Motorrad zum Fahren braucht.



Genau das wollte ­Customizer Martin Becker auch bauen: ein einfaches Bike, ­reduziert aufs Nötigste und leicht im Umgang. Aber nicht, um damit Rekorde aufzustellen, sondern um zum See zu ­fahren oder Besorgungen zu machen. Um die R 80 handlicher zu kriegen, kürzte er die Gabel und entwarf einen neuen Heck­rahmen, dessen geschwungenes Rohr die StVZO-Beleuchtung aufnimmt. Ein flaches Sitzpolster sorgt nicht nur für diese schwerelose Seitenansicht, sondern reduziert auch die Sitzhöhe. Der viel zu mächtige Originaltank wich einem Kleinbehälter von jenseits der deutsch-österreichischen ­Grenze. Seine kompakte ­Optik verdankt der Brat Racer auch der unterm Getriebe versteckten Batterie. Unsichtbar schmiegt sie sich zwischen die beiden Schalldämpfer der stark gekürzten Auspuffanlage. mbcycles.de
 

BMW R 5 Hommage

Zum achtzigsten ­Geburtstag der legendären R 5 präsentierte BMW die R 5 Hommage – eine moderne Interpretation des Originals. 1936 war das wegweisend, übernahm es doch viele technische Lösungen der Vorkriegsrennmaschinen erstmals in Serie. 

Es ist also kein Widerspruch, dass die Macher ­Rahmen und Motor zwar möglichst nah am Original halten, aber mit modernen Brems- und Fahrwerkskomponenten be­stücken wollen. Unglücklicherweise sind Originalteile der R 5 nirgends auf der Welt auf­zutreiben. Alles, was sich trotz Werksunterstützung zusammenkratzen lässt, sind eine Hinterrad­bremse und wenige Motorbrocken. Und so beginnt das Team mit dem Nachbau eines Rahmens, der die oval geformten Rohre des Originals kopiert. Zylinder, Köpfe, Motordeckel und viele weitere Teile entstehen in aufwendiger Reproduktion als Einzelstücke. 



Highlight ist die ­Integration eines Kompressors in den ansonsten originalgetreuen R-5-Motor. Er entlockt dem 500-Kubik-Boxer stramme 40 PS. Für das perfekte Fahr­erlebnis versteckt sich zwischen Getriebe und Hinterrad ein modernes Zentralfederbein und die Telegabel mag zwar alt aussehen, in ihrem Innern aber beherbergt sie feinste Hightech-Komponenten. Am Vorderrad beißt ein völlig ­zeituntypischer Sechs­kolbensattel in die schwimmend gelagerte Bremsscheibe. bmw-­motorrad.de
 

BMW R 100 GS „Six Nights"

Einmal im Jahr nimmt man sich bei Urban Motor die Zeit, ein Motorrad ganz nach dem eigenen Geschmack umzubauen – ohne Vorgaben irgendeines Kunden. In Anlehnung an die Dirtbikes der 1970er befreien sie beim letzten Mal eine GS von allen Lackteilen und verpassen ihr ein Spritfass, das Insidern als „Toastertank“ bekannt ist. An der Front wird die hochbeinige BMW mittels progressiver Wilbers-Federn tiefergelegt. Hinten arbeitet das passende Federbein. Soziusrasten und -sitzplatz fallen wegen des gekürzten Heckrahmens weg, unter dessen Scrambler-Sitzbank sich die doppelflutige Edelstahl-Auspuffanlage versteckt. 



Um Platz für die hochgelegte Krümmerführung zu schaffen, ersetzen die Jungs den Luftfilterkasten durch offene K&N-Filter und verbannen die riesige Batterie unter den Schwingendrehpunkt. Trotz der Dirtbike-Optik muss auf eine Straßenzulassung nicht verzichtet werden. Was dafür noch fehlt, ist ein winziger Alufender und der seitliche Kennzeichenhalter an der Kardanschwinge. Dann sind die sechs arbeitsreichen Tage auch schon vorbei. Tage? Aber die Maschine heißt doch „Six Nights“? Stimmt. Die sechs Nächte waren der verdiente Ausgleich für all die Mühe. urban-motor.de
 

BMW R 100 RT

David von NCT Motorcycles wollte es nicht bei optischen Retuschen belassen, sondern zerlegte seine R 100 RT bis auf die allerletzte Schraube. Ein brandneuer Kabelbaum, bestehend aus m-unit, Li-Ion-Akku, Tastersteuerung, Keyless-Go-System und Alarmanlage, wird zur zeitgemäßen Basis seines anstehenden Neuaufbaus. Bei der Revision bekommt der Boxer neue Kolben, neue Zylinder, neue Nockenwellen und einen KLS-Quickshifter, sein Gemisch darf er jetzt durch offene Trichter schlürfen, die den serienmäßigen Luftfilterkasten überflüssig machen. Den ­Verzicht auf den Heckrahmen ermöglicht der freitragende, hinterm Tank ­schwebende Echtledersattel. So bleibt Platz für eine handge­schweißte Underseat-Auspuffan­lage, die ihren Akrapovic-Topf schräg übers Hinterrad reckt. 



Bei der Wahl der Reifen schwört ­David auf grob profilierte Heidenau K 60, die nicht nur geil aussehen, sondern auch gut funktionieren. Den größeren Anteil an der guten Kurven­performance dürften jedoch die Fahrwerkskomponenten haben. Dank einer Showa-Gabel aus Ducatis 900 SS samt großer Brembo-Bremse und feinem Öhlins-Federbein ist die nur noch 180 Kilo schwere BMW prädestiniert für die flinke Hatz auf letzter Rille. nct-motorcycles.com
 

BMW „Black Phantom“

Dirk Oehlerking liebt Herausforderungen. Die Fesseln, die er sich beim Bau der Black Phantom selbst auferlegt, machen das ohnehin ambitionierte Projekt allerdings nicht leichter. Nicht nur den Rahmen möchte er unangetastet lassen, er versucht obendrein ausschließlich BMW-Teile der Jahre 1951 bis 1979 zu verwenden. 



So stammt beispielsweise die Gabel­brücke von einer R 75/7, der Lenker von der R 100 RS. Der Rest des Motorrads ist pures Handwerk: in Aluminiumtafeln gedengelte Blechkunst, entstanden auf traditionellen Werkzeugen – wie in alten Zeiten. Das Projekt ist so aufwendig, dass es Dirk bald den Schlaf raubt. Selbst bezahlte Aufträge bleiben zeitweise ­liegen, bis in den Traum verfolgt ihn die Black Phantom. Morgens verschwindet er dann in der Werkstatt, um die erdachten Lösungen umzusetzen. 

Seine Schablonen, die er später aufs ­Metall überträgt, entstehen zunächst aus Pappe. Alle Abstände und Positionen, ­jeder Halter muss ­millimetergenau ­passen. Für die Montage der durchgehenden ­Verkleidungsteile müssen sogar die ­Zylinder demontiert werden. Für ­Wartungsarbeiten integriert Dirk Serviceklappen an den neuralgischen Stellen – schließlich baut er keine Museumsstücke, er will seine BMW auch fahren. kingstoncustom.blogspot.com
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Stand:24 June 2019 21:20:17/custom/custombikes+zweiventil-boxer+-+boxer+wie+sand+am+meer_181204.html