Custom – Triumph Thruxton Bobber Kingston Custom

16.05.2018  |  Text: Jens Kratschmar  |   Bilder: Kayadaek Photography
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Custom – Triumph Thruxton Bobber Kingston Custom
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Dirk Oehlerking mag keine Motorräder – jedenfalls im Serienzustand. Sofort bei Sichtkontakt denkt er: Wie baue ich das um? Dieser neuen Thruxton ergeht es nicht anders
Ich kann mich gut an die Worte eines befreundeten Customizers erinnern, als er bei Erstkontakt mit der neuen Thruxton meinte: „Super, aber was soll ich da umbauen? Das ist doch alles schon ab Werk gemacht.“ Recht hat er, aber auch nur von der Warte aus, einen Cafe Racer zu einem Cafe Racer machen zu wollen. Der Blickwinkel von Dirk Oehlerking ist ein anderer. Er fragt sich: „Kann ich daraus einen Bobber machen?“

Wenn die Einspritzung schon aussieht wie alte Vergaser, kann man da auch die Luftfilter eines Porsche 356 Speedster ranschrauben. Passt!

Die Antwort hat zwei Knubbelreifen und steht für ein klares „Ja“. Haupteigenschaft eines Bobbers ist die Verwendung identischer Reifen vorn und hinten oder zumindest der gleichen Dimension. Also wird die 17"-Bereifung der Serie komplett in 18" geändert mit dem gewünschten Nebeneffekt, dass die geduckte Haltung der Thruxton etwas entschärft wird. Das ist dem Kingston-Custom-Mann aber nicht genug. Er verbaut im Heck kürzere Dämpfer, da ihm das immer noch zu hoch steht. Zeitgleich kürzt er die Gabel um volle zehn Zentimeter und verpasst ihr dicke Anschlagdämpfer, damit das große Vorderrad nicht im Kühler einschlägt.

Wie Dirk den CAN-Bus-Tacho umgebaut hat, bleibt sein Geheimnis

Das Fahrwerk steht also, Zeit für technische und optische Spielereien. Dirk strippt den komplizierten Kabelbaum soweit es geht und findet auch eine Lösung, um das CAN-Bus-gesteuerte Cockpit gegen eine kleine Runduhr zu tauschen. Wie verrät er nicht. Nur, dass es schwer war, lässt Herr Oehlerking verlauten. Der Tank bleibt Serie, was ihn vom Heck deutlich unterscheidet, denn hier bleibt kein Stück ohne Änderung. Die offensichtlichste darunter ist der runde Heckabschluss mit Kotflügel und Rücklicht im Brat Style des großen Go Takamine. Das entleerte Rahmenheck bietet Platz für die kleine Elektrobox inklusive LiOn-Akku.



Blechblaskünstler Hattech baut nach Dirks Plan eine schicke Sidewinder-Anlage, die ein wenig an die Thunderbird Sport aus den 1990ern erinnert. Abschließend wird der Rahmen vernickelt und das Gesamtwerk dem neuen – nun sprachlosen – Eigner übergeben. kingstoncustom.blogspot.de
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Stand:20 July 2018 10:46:33/custom/custom+-+triumph+thruxton+bobber+kingston+custom_18308.html