Custom – BMW R nineT Wunderbob

23.04.2019  |  Text: Carsten Heil  |   Fotos: Christian Heim
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Die Teileliste ist lang: Heckrahmen, Loop, Sitzbank, Rahmendreieckcover, Front- und Heckfender, Hebeleien, Halterungen, Gabelcover, Kennzeichenträger, Fuß­rastenanlage, und noch einiges mehr. Teilweise wurde auf bereits entwickelte Teile­ zurückgegriffen, manche wurden modifiziert, vieles musste­ aber auch komplett neu konstruiert werden

Das Wunderlich-Angebot an Zubehör und Bolt-on-Parts für BMWs Retroeisen wächst unaufhörlich und viele Teile,­ die zunächst an den Konzeptbikes Premiere feiern, schaffen es anschließend in den Katalog – mit TÜV-Gutachten oder ABE. So zum Beispiel das Rahmenheck mit der Sitzbank und der mitschwingende Heckfender, der dem Bobber erst seinen typischen Look gibt. Vor allem die Halterung an der Einarmschwinge war eine Herausforderung, denn die Schwinge beherbergt ja auch den Kardanantrieb. Da kann man nicht einfach ein paar Löcher bohren oder etwas dranschweißen.

Damit die Sitzposition im Zusammenspiel mit der Lenkererhöhung passt, wurde das Fahrwerk um 25 Millimeter tiefergelegt

„Der Heckfender ist handgefertigt und muss so steif ausgeführt sein, dass er im Fahrbetrieb nicht in Schwingung versetzt wird. Dazu haben wir eine Konstruktion entwickelt, bei der der Halter des eigentlichen Fenders an den Aufnahmen des hinteren Bremssattels am Achsantrieb sicher verankert wird.«

Auch beim Loop und der Sitzbank ging es in die Vollen. Drei bis vier Prototypvarianten mit unterschiedlichen Krümmungsradien, Befestigungslösungen und Rohrdurchmesssern wurden von den eigenen Prototypbauern angefertigt, bis die optimale Lösung gefunden war. Der Frontfender dagegen erscheint angesichts des geringen Aufwands wie eine Fingerübung: Er basiert auf einem Teil, das bereits für den Wunderlich-Scrambler-Umbau „Classic“ entwickelt wurde. Für die Verwendung des fast 100 Millimeter hohen Pirelli-Pneus musste er lediglich in der Höhe angepasst werden.

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In Sachen Performance beschränkte­ man sich auf das Anschrauben einer schwarzen Krümmeranlage von Remus in Kombination mit einem kurzen Endtopf von Speed-Products. Maßnahmen, die weniger der Leistungssteigerung als vielmehr einer stimmigen Optik dienen. Die Carbonfelgen sehen hingegen nicht nur ultraschick aus, sondern sorgen durch ihr geringes Gewicht dafür, dass der Wunderbob mit das leichtfüßigste Fahrverhalten aller 9T-Derivate an den Tag legt. Ob auch sie den Weg in den nächsten Katalog finden werden, ist noch nicht entschieden.

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Da das Custom-Konzept der Wunderbob modular aufgebaut ist, kann ein entsprechender Umbau Schritt für Schritt durchgeführt werden. Die Komponenten inklusive Lackierung und Carbonrädern liegen bei etwa 10.000 Euro. Wer sich etwas bescheidet, kann seiner 9T also auch für etwa die Hälfte einen Bob-Job spendieren. Geht eigentlich …

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Stand:17 October 2019 22:54:42/custom/custom+-+bmw+r+ninet+wunderbob_19403.html?page=1