Custom – Mr. Martini Jerolamo Jermain

12.11.2018  |  Text: Jens Kratschmar  |   Bilder: Werk
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Custom –  Mr. Martini Jerolamo Jermain
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Klassisch angehauchte Umbauten einer Triumph Street Triple sind sehr selten. Zu kompliziert ist es, den ohnehin kleinen Roadster weiter abzuspecken. Mr. Martini macht es trotzdem
Angefangen bei Mr. Martini hat alles mit einer umgebauten Daytona, 2007 war das. Die war ein ­erstes Aufblitzen der konsequenten ­Genialität des Customizers aus ­Verona. Bekannt wurde er indes durch seine außergewöhnlichen Umbauten von Triumphs T-300-Baureihe. Übrigens, wie unsere eigene Erfahrung lehrt, das am schlechtesten umzubauende Motorrad der Welt. Mr. Martini schafft es trotzdem und setzt sich ein Denkmal. 2017. Wieder wagt er sich an ein äußerst undankbares Customobjekt: die Triumph Street Triple. 

Der Impuls kommt von Luca Reinhardt von Triumph Oberfranken im schönen ­Coburg. Er gibt den Auftrag zum Bau eines Cafe Racers auf Basis einer Triumph Street Triple von 2012 nach Oberitalien. Klassisch soll der werden, sportlich aber auch. So viel zum Thema Anspruchsdenken gegenüber Bikebuildern.



Cafe Racer definieren sich über ein ­kurzes Heck mit Höcker, Stummellenker und in ihrer exklusivsten Variante über ­eine adrette Halbschale mit chromgefasstem Rundscheinwerfer. Alles keine ­Wesenszüge der kantigen, weit weg von Klassik angesiedelten Streety. Uff! Ein Wort, das auch in den heiligen Hallen zu Verona zu vernehmen gewesen sein dürfte, als die Arbeiten schließlich beginnen. 

Klar ist: Der lange Hintern muss weg. An seiner statt baut Mr. Martini aus feinen Rohren ein kurzes Heck mit einer noch kleineren Knubbelsitzbank à la Honda RC 166. Entsprechend muss die Auspuffan­lage nach unten weichen. Nun bläst mit dem keck gereckten Töpfchen ein Kunstwerk in Edelstahl an der Schwinge sein Lied.



Bleiben die Baustellen Sport, Stummel und Schale. Für Letztere formt Mr. Martini eine kurze Halbschale im Monza-Style und fügt sie mittels selbstgefertigter Halter an den Rahmen. Nach Montage der Stummel nebst neuer Gabelbrücke ist dann endlich der Sport dran: Ein Öhlins-Federbein im Heck und Metzeler Ractec K3 auf den Kineo-Speichen-Felgen helfen beim ­Kontakt zur Fahrbahn. Unmöglich? Gibt’s nicht für mrmartini.it
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Stand:13 December 2018 03:49:56/custom/custom+-++mr+martini+jerolamo+jermain_18905.html