Knackig Sportstern

10.06.2016  |  Text: Heinz Christmann, Jens Kratschmar  |   Bilder: Werk
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Ein Licht am Ende des Tunnels: Harley-Davidson hängt der 1200er-Sportster noch ein „Roadster“ ran und bringt ein nahezu neues Modell auf den Markt. Ob sie den Namen verdient hat? Ja, beim ersten Ausritt wurde sie hart geritten und hat den Roadster-Test bestanden
Che bella Macchina
Brandneu: Harley-Davidson Sportster Roadster

Ein Licht am Ende des Tunnels: Harley-Davidson hängt der 1200er-Sportster noch ein „Roadster“ ran und bringt ein nahezu neues Modell auf den Markt.  Ob sie den Namen verdient hat? Ja, beim ersten Ausritt wurde sie hart geritten und hat den Roadster-Test bestanden

Endlich verdient eine Sportster ihren Namen wieder – und dann trägt sie auch noch den Beinamen „Roadster“. Da juckts in der Lendengegend in Vorfreude auf diese eine flotte Harley unter den ganzen lahmen Choppern des letzten Jahrhunderts. Doch ganz neu ist der Name nicht. Bereits vor 36 Jahren gab es eine Sportster mit demselben Beinamen. Damals noch befeuert vom seligen Ironhead-Motor mit 998 Kubik und 61 PS, der bis 1987 im Programm war. 2004 kam dann die nächste Roadster – eine 1200er – und für 2005 gleich noch eine XL 883 R mit diesem Titel. Neue Motorräder waren das nicht, mehr auf sportlich gestylte Mini­cruiser. Wirklich neu hingegen ist die Sportster Roadster (XL 1200 CX), sie verdient ihren Namen. Gleich auf den ersten Runden begeistert die Harley mit Spaß und Sportlichkeit. Zurück­haltend gesprochen: Ich bin hochgradig angetan von den Fahrqualitäten ­dieser Sportster-­Variante. Euphorisch gesprochen: geile Sau! Endlich, endlich hat Harley es hinbekommen, eine Sportster nicht nur optisch passend zu trimmen, sondern auch das Fahrwerk fürs Fahren zu bauen und nicht nur fürs Stehen.

Maßgeblich Anteil daran haben die neu entwickelten Federelemente. Erst zum zweiten Mal nach der XR 1200 R hat Harley einer Serien-Sporty eine stabile Upside-down-Gabel spendiert. Und das auch noch kombiniert mit ­einem vernünftigen Federweg von 114 Millimetern, wo die anderen Sportster-Modelle mit mageren 105 Milli­metern auskommen müssen. Auch hinten profitiert die neue Roadster von einem ­Upgrade. Die Federbeine sind nicht nur edler ausgeführt als die früheren Blechschle­gel,sie sind auch kräftiger von Gestalt, ihr Öl wird von Stickstoff unter Druck gehalten und sie protzen mit 81 Milli­meter Federweg – satte 27 mehr als in den anderen 1200er-Modellen.


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Stand:24 April 2018 12:35:41/test/knackig+sportstern_165.html