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Bikes
  • Vergleichstest: Yamaha MT-10 SP vs. BMW S 1000 R
    Jede Menge Techno-Erotik auf der Straße: zwei Super-Roadster vollgestopft mit Elektronik. Was bringen ­semiaktive Fahr­werke und wie bremst es sich mit ­Kurven-ABS?
     
  • Custom: Son of Time: Aeon  
    Krasses Styling trifft zeit­lose Eleganz: Yamahas XSR 900 als rollendes Zeiteisen. Für den ­Uhrenmacher TW Steel baute das Diamond Atelier ein Custombike
     
  • Custom: Moto Guzzi Le Mans
    „Papa, was ist das?“ Wie aus drei hängenden Tonti-Rahmen wieder extrem schnelle Le-Mans-Land­straßenkiller wurden
     
  • Custom: Yamaha SR 500 by Urban Motors
    Zum 50. Geburtstag gönnte sich Lutz ein Custombike. Nach ­Tuono und RSV 4 war klar, dass die ­Basis für den Umbau bei Urban ­Motors in ­Berlin etwas milder werden sollte: von Beschleunigung zur Entschleunigung

Special
  • Special: Das wilde Leben im Sommer
    Wenn der Planet heiß vom Himmel brennt, ziehen uns die coolen Events der Szene wie-
    der raus aus der Garage ­hinaus auf die Asphaltbänder quer durch ­Europa. Erlebnisse
    und Eindrücke aus ­Montlhéry, Biarritz und Newchurch
     
  • Bobbing Nightmare: Montlhéry
    Mittendrin statt nur dabei: Beim diesjährigen Cafe-Racer-Festival bei Paris startete Guido Kupper auf einem der beiden Werks­renner von Triumph, einer per Turbolader aufgepeppten Bonneville Bobber
     
  • Born to be mild: Newchurch
    In bester Weise uncool ist der Club of Newchurch: keine ­Bar­biere, kein Craft Beer, wenige Hipster, keine Blender. Einfach nur Motorradfahrer
     
  • Klischees ad acta: Wheels and Waves
    Die alljährliche Custom-­Motorrad-Sommerfrische am Atlantik, dieses Mal bereist von unserem Biarritz-Neuling Christian Heim
     
  • Ausbeute 2017: Yamaha Yard Builts
    Bei acht Customizern ließ Yamaha Motor Europe heuer bauen. Basis dieses Mal: XSR 700 und 900

Szene
  • Erlebnis: Ducati- Vagabonds-Tour
    Wer sind sie eigentlich, die an­geblichen Super-Hipster, die eine Ducati Scrambler kaufen?
     
  • Mystic Places: enteignet für die Braunkohle
    Atomkraft weg und Menschen weg. Wie das Dorf Immerath dem Tagebau weichen muss

Ratgeber und Technik
  • Technik: Radar Love
    Sicherer fahren: Was die Elektronik für uns Motorradfahrer in den kommenden Jahren noch in petto hat
     
  • Outfit: Jethelme
    Schicke Jethelme zwischen 100 und 500 Euro im Vergleich. Da ist für jeden was dabei
     
  • Dauertester: BMW 9T Scrambler, SWM Silver Vase, Yamaha MT-09
    Neue Pneus für alle! BMW Scrambler und Yamaha MT-09 mit Bridgestone, SWMs Silver Vase mit Dunlop neu besohlt


Editorial, Szene, Aktuell, Briefe, Meinung, Mein bestes Stück, Schaufenster, Custom Corner, Ausblick/Impressum

The Art of Racing

Die Sprinterei, sie treibt immer buntere ­Blüten. An fast allen Schauplätzen der ­hippen Motorradevents der europäischen Szene werden Bikes samt Fahrern zur Spannung und Belustigung der Zuschauer auf die Kurzstrecke geschickt und immer mehr Veranstaltungen sprinten mit: Einmal heftig durchbeschleunigen, bremsen – das war’s. Ein Spektakel, sicherlich, aber macht sich nach der x-ten Wiederholung nicht irgendwann ­gepflegte Langeweile breit?

Von der anderen Seite, aus dem Sattel der Renner selbst, sieht die Sache ganz anders aus. Das jedenfalls war wieder mal meine Erfahrung, als ich einen der beiden diesjährigen Sprintrenner von Triumph beim Cafe-Racer-Festival in Montlhéry pilotierte: ­eine per Turbolader auf 130 PS aufgeblasene Bonneville Bobber (ab Seite 88). Alles ein Spiel, klar, und doch baut sich da eine enorme Spannung und auch ein gewisser Druck auf. Sein Bestes geben, die Technik beherrschen, sich mit anderen messen, sich bewähren statt zu blamieren – gewinnen, nicht verlieren. Schon auf diesen paar Metern geradeaus auf der Achtelmeile spiegeln sich so all die Themen wider, die seit jeher die Faszination des Rennsports ausmachen. Themen, die Sinnbild fürs ganze Leben sein können. „Racing is life. Anything before or after is just waiting“, sagte einst Steve McQueen.

„The Art of Racing“, der wir auf unserer dies­jährigen CUSTOMBIKE-SHOW im Dezember in Bad Salzuflen eine große Sonderausstellung widmen werden, hat zwei Seiten. Die Intensität, die du spürst, sie gehört zur mentalen Seite. Die volle Konzen­tration auf die Sache. Das Verwurzeltsein im Hier und Jetzt. Die Herausforderung. In diesen Momen­ten fühlst du die Fülle. Ein Geisteszustand, so schlauchend wie unbezahlbar, der Höchstleistung abruft – wenn auch immer nur deine eigene. Und sie hat eine technische Seite: das Beste aus dem ­Material herausholen, das über Jahre angesammelte Know-how auf neuen Höhen vereinen, handwerk­liche Geschicklichkeit ausspielen. Wenn sich all diese Facetten zu einem Gesamtkunstwerk vereinen, dann ist das Glück. Kennt ihr das?

In freudiger Erwartung eures Feedbacks unter
redaktion@roadster-magazin.de grüßt

Guido Kupper, Chefredakteur

Stand:11 December 2017 03:12:09/magazin/roadster/content-24559_40-24558_60.html