Custom – Yamaha XV 750 ECC

09.05.2018  |  Text: Jens Kratschmar  |   Bilder: ECC
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Custom – Yamaha XV 750 ECC
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Sie ist sicherlich in den Top 10 der hässlichsten Motorräder der letzten 30 Jahre: Yamahas XV 750. Technisch ist sie ein Meisterwerk und heute Basis zahlreicher Umbauten, so auch bei ECC
Zweifellos ist die XV 750 einer der Gründe für die damaligen Straf­zölle auf japanische Motorräder in den USA. Neu-Präsi und Alt-Cowboy Ronald Reagan erhob diese 1981, um die Motorradindustrie Amerikas zu schützen. Genauer ausgedrückt: um die Unfähigkeit von Harley-Davidson finanziell zu stützen. Gerade die XV konnte so ziemlich alles besser als der Kram, den H-D damals so Motorrad nannte und auf die Straße brachte.



Na ja, eines konnten die XVs damals nicht: Besser aussehen als eine Harley. Technisch hingegen sind die Softchopper Meisterwerke. Der V2-Motor ist hoch entwickelt, drehzahlfest, thermisch mit der Welt im Reinen und kräftig abgestimmt. Also alles, was die damaligen Shovelheads und Ironheads aus Milwaukee nicht waren. Auch der Stahlrahmen ist ausgefeilt kon­struiert, fungiert er doch als Rückgrat des selbsttragenden Motors wie auch als Ansaugkanal der Vergaser.

Highlight des Serienrahmens ist seine zeitgleiche Verwendung als Ansaugkanal für die Vergaser. Veränderungen des Ansaugsystems quittieren die Gleichdruckvergaser gerne mit Totalverweigerung. Am besten lassen!

Thomas von ECC sieht das ähnlich, kommt aber halt mit der Gesamterscheinung der Yamaha überhaupt nicht zurecht. Ziel: Ein Cafe Racer muss es werden. Doch sein Weg ist ein weiter, denn bis auf Motor und Rahmen taugt nichts an der XV für solch ein Unterfangen. Erster Schritt: Weg mit den fancy Gussrädern. Mit den Naben einer XV 535 baut sich Thomas Speichenfelgen, die Gabel einer XJ 600 macht eine Doppelscheibenbremse möglich. Hinten stützt ein DR-800-Dämpfer den Kardan gegen den Rahmen ab.



Optisch bestimmt nun – wie bei vielen XV-Umbauten – der Tank einer Benelli Mojave die Linie. Ein GFK-Höcker aus ECC-Fertigung auf dem geänderten Heckrahmen schließt nach hinten ab. Umbauten auf XV-Basis faszinieren stets durch die fantasievolle Krümmerführung, die von Motor, Rahmen und Antrieb aufgezwungen wird. Auch Thomas schweißt sich eine lustig anzuschauende Rohrführung – und mich lässt das Gesamtwerk mit dem zurückhaltenden creme-grauen Lack im Netz schon mal nach XVs suchen. elemental-custom-cycles.com.de
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Stand:23 May 2018 05:31:21/custom/custom+-+yamaha+xv+750+ecc_18308.html