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18.08.2017  |  Text: Guido Kupper  |   Bilder: Remy Sapuletej, Sergio Ibarra, Maxwell Aurelien James
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Yamaha & TW Steel - Die Geschichte geht weiter


Die Kooperation von TW Steel mit Yamaha und namhaften Customizern trägt ­immer mehr Früchte. Neben Diamond Atelier in Deutschland mischten in diesem Jahr auch Bikebuilder aus Holland, UK und Spanien mit – und jedes Bike wird von einem Chronographen flankiert


Chronos’ Joyride
Im vergangenen Jahr baute mit Numbnut Motorcycles ein holländischer Custo­mizer das erste Bike der Son-of-Time-Saga. ­Heuer ist mit Ironwood Custom Motor­cycles wieder ein niederländischer Bikebuilder am Start. Basis des Umbaus von Arjan van den Boom ist eine XSR 700, die serienmäßig ja mit einem Schuss Scrambler-Attitüde daherkommt. Die trieb ihr Arjan gründlich aus, indem er sie aus himmlischen Gefilden dem Erdboden ­wieder ein gutes Stück näher rückte. 



Ein wesentlicher Schritt auf diesem Weg war die Integration der Upside-down-Gabel ­einer Yamaha MT-10, die restliche „Erniedrigung“ erledigen visuelle Bau­steine wie die Verflachung und ent­sprechende Farb­gestaltung des Tanks und die Integration des Sitzes in das hin­tere Bodywork. Das noch vor der Hinterachse endene Heck ruft in Erinnerung, dass die XSR serienmäßig einen demontierbaren Heckrahmen hat, der die optische Individualisierung auch in Kundenhand stark erleichtert. 

Die üppigen Kineo-­Räder übertragen den dezenten Rotstrich der Tanklinie ins aufdringlich Knallige, die SC-Projekt-2-in-1-Komplettanlage nimmt den kecken Heckschwung auf und senkt auch dieses Gestaltungselement in Bodennähe. „Als das Motorrad das erste Mal vor mir stand, wusste ich sofort, wo ich damit hinwollte“, erinnert sich Arjan – und TW Steel wollte mit. „Es gab kein Hin und Her, in Sachen Design hatte ich absolut freie Hand.“
 

Tempus Fury
Kontraste schärfen den Blick. Bei aller Schönheit der anderen Motorradprojekte wollte TW Steel auch ein richtiges Biest im Line-up. „Ich traf Anthony Partridge, den Kopf hinter Goblin Works Garage, zum ersten Mal vor ein paar Jahren beim Wheels-and-Waves-Festival in Biarritz“, erzählt TW-Steel-Marketing-Direktor Auke Possel.



„Ich fuhr  seine herausragende ,Playa del Rey‘ durch die Pyrenäen, mochte ­seine verrückten Ideen und seine Furchtlosigkeit.  Mir war klar, dass sich unsere Wege wieder kreuzen ­würden.“ Bei der Basis dieses Umbaus griff TW Steel in die Vollen, die Wahl fiel auf Yamahas 160 PS starkes Naked-Bike-Schlachtschiff MT-10. 

Anthony strickte ­daraus ein Dragbike mit der Aura eines der 50er-Jahre-Dustbin-Renners, denen man solche Verkleidungs-„Mülltonnen“ übers Front­end stülpte, um ihre Aero­dynamik zu pushen. Wo könnte es mehr um Zeit gehen, als im Rennsport? Weil Länge gut ­geradeaus läuft, verpasste Anthony der Tempus Fury eine ellenlange Eigenbauschwinge. Vom extrem kurzen Heck wird sie besonders in Szene gesetzt.
 

The Desperado
„Modernität mit klassischen Elementen, das ist es, was die TW-Steel-Uhren ausmacht, und das war es auch, was wir mit unserem Motorraddesign transportieren wollten“, ­erinnert sich José Garcia von der spanischen Customschmiede Macco Motors an die ­ersten Zusammenkünfte mit den holländischen Uhrenbauern.



Roh, aber stilvoll sollte das Motorrad auf Basis der XSR 900  werden, nur feinste Komponenten zum Einsatz kommen. Andererseits wollten die Macco-Jungs auch kein reines Showbike bauen, „das entspricht nicht unserer Philosophie.“  Was die Inte­gration des progressiven YSS-Federbeins erklärt, das das eher dürftig funktionierende Serienpendant ersetzt. In Verbindung mit dem Eigenbau-Sitz und den LSL-Stummeln bringt der selbst ­gebaute Heckrahmen eine sportlichere Sitzposition, die sich auch in einem sportlicheren ­Äußeren spiegelt.

Dank der Farb­gebung wurde das Motorrad nicht nur optisch leichter, der Tank aus Carbon­faser und die ­knappe Abgasführung von SCR helfen dem Gewicht auch realiter auf die Sprünge. „Uns war wichtig, dass das kein rein kommer­zielles, sondern ein authen­tisches, leidenschaftliches Projekt wird. Das ist gelungen”, spricht José auch für ­seinen Partner Tito.

Text: Guido Kupper
Bilder: Remy Sapuletej, Sergio Ibarra, Maxwell Aurelien James

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Ausgabe 1/18 erscheint am 08. Dezember

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